Tesla kämpft 2026 auf mehreren Schauplätzen gleichzeitig. Die Kernbotschaft: Das Unternehmen versucht, seine Abhängigkeit vom Autogeschäft zu reduzieren — mit einem britischen Stromlizenzen, einem anlaufenden Robotaxi-Programm und einem zarten Erholungssignal in Europa.

UK-Stromlizenz: Ökosystem schließt sich

Ofgem hat Tesla Energy Ventures nach einer Prüfung zwischen Juli 2025 und März 2026 eine Lizenz erteilt, Strom an Haushalte und Unternehmen in England, Wales und Schottland zu verkaufen. Das klingt zunächst nach einem Nebenschauplatz — ist es aber nicht.

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Tesla hat bereits 250.000 Fahrzeugkunden in Großbritannien, dazu Powerwall-Installationen im ganzen Land. Wer ein Tesla-Auto, eine Powerwall und Solarmodule besitzt, könnte künftig die gesamte Energiekette — Erzeugung, Speicherung, Versorgung — über einen einzigen Anbieter abwickeln. Ein Modell, das Tesla in Texas bereits betreibt, wo Kunden günstige Ladetarife erhalten und überschüssigen Strom ins Netz einspeisen können.

Das kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für das britische Autogeschäft: Im Februar brachen die UK-Zulassungen um 37 Prozent ein, für das Gesamtjahr 2025 verzeichnete Tesla dort ein Minus von 8,9 Prozent. Wachsender Wettbewerb durch chinesische Hersteller und Gegenwind durch Musks politisches Auftreten werden als Hauptgründe genannt.

Cybercab: Produktion läuft an

In der Gigafactory Texas hat Tesla das erste Serienexemplar des Cybercab produziert. Der vollständige Produktionsstart ist für April geplant. Branchenbeobachter werten die bereits sichtbare Anzahl von Fahrzeugen auf dem Gelände Anfang März als Zeichen, dass Tesla in eine höhervolumige Testproduktion übergegangen ist.

Das Fahrzeug kommt ohne Lenkrad und Pedale — es ist vollständig auf Teslas Full-Self-Driving-System ausgelegt. Genau das wird zum regulatorischen Problem: US-amerikanische Fahrzeugsicherheitsstandards schreiben Lenkräder vor. Tesla hat Ausnahmegenehmigungen beantragt, eine Entscheidung steht noch aus.

Zahlen und Analysten

Die Finanzzahlen spiegeln den Wandel wider. Im Kerngeschäft lief 2025 schlecht: Fahrzeugauslieferungen sanken im vierten Quartal um 16 Prozent, der Jahresumsatz schrumpfte um 3 Prozent. Das Energiesegment entwickelte sich dagegen stark — mit einem Umsatzplus von 25 Prozent auf 3,84 Milliarden Dollar im Quartal und einem Jahresumsatz von 12,8 Milliarden Dollar. FSD zählte zum Jahresende 1,1 Millionen aktive Nutzer, ein Anstieg von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

An der Wall Street herrscht wenig Einigkeit. Laut MarketBeat liegen 41 Kursziele im Schnitt bei 406,84 Dollar — bei einer Spanne von 25 bis 600 Dollar. Das Konsensrating lautet „Hold".

Europa: Erholung mit Vorbehalt

In Europa verzeichnete Tesla im Februar erstmals seit 13 Monaten wieder ein Zulassungsplus: 17.425 Fahrzeuge in 15 Märkten, ein Anstieg von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Einordnung ist wichtig: BYD registrierte im Januar 2026 allein 18.242 Fahrzeuge in Europa — ein Plus von 165 Prozent.

Die kommenden Wochen werden zeigen, wie belastbar Teslas neue Wachstumsthese tatsächlich ist. Die Q1-Auslieferungszahlen werden Anfang April erwartet, gleichzeitig mit dem geplanten Produktionsstart des Cybercab — zwei Datenpunkte, die den Kurs maßgeblich beeinflussen dürften.

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