Tesla Aktie: Trügerisches Bild?
Tesla bewegt sich am Montag nach oben und gewinnt rund 1,5 Prozent. Hinter dem Plus steht allerdings kein klarer Konsens: Morgan Stanley stuft die Aktie herab – hebt aber das Kursziel an. Wells Fargo bleibt extrem skeptisch, trotz leichter Zielanhebung. Die Diskrepanz zeigt, wie gespalten die Wall Street bei Tesla derzeit ist.
Morgan Stanley bremst die Euphorie
Morgan Stanley hat die Bewertung von "Overweight" auf "Equal Weight" herabgestuft. Analyst Andrew Percoco begründet den Schritt mit der bereits erreichten Bewertung – Spielraum für weitere Kursgewinne sieht er kaum noch. Gleichzeitig hebt die Bank das Kursziel von 410 auf 425 Dollar an. Percoco betont Teslas Führungsrolle bei Fahrdaten für autonomes Fahren. Die Datenbasis sei "unerreicht", wie auch Nvidia-Chef Jensen Huang bestätigt habe. Die Frage bleibt jedoch, ob diese technologische Stärke die aktuelle Bewertung rechtfertigt.
Wells Fargo zeigt sich deutlich pessimistischer. Analyst Colin Langan hält an "Underweight" fest und sieht ein Kursziel von nur 130 Dollar – ein implizites Abwärtspotenzial von über 70 Prozent. Langan verweist auf schwache Fundamentaldaten: Die Umsätze dürften bis März 2025 um 16 Prozent einbrechen, in Europa könnten die Verkäufe im Januar um bis zu 45 Prozent zurückgehen.
Schwache Zahlen, hohe Bewertung
Die operative Entwicklung gibt Anlass zur Sorge. Im vierten Quartal 2025 sanken die Auslieferungen um 15,6 Prozent, die Produktion fiel um 5,5 Prozent. In wichtigen europäischen Märkten verliert Tesla deutlich an Boden: Frankreich verzeichnete ein Minus von 37 Prozent, Schweden sogar von 70 Prozent über das Gesamtjahr. Nur Norwegen entwickelt sich positiv.
Parallel dazu verkaufen Insider. Vorstandsmitglied James Murdoch trennte sich Anfang Januar von 60.000 Aktien im Wert von rund 26,7 Millionen Dollar. Insgesamt flossen im Januar 2025 fast 44 Millionen Dollar aus Insiderverkäufen ab. Trotz dieser Signale handelt Tesla mit einem KGV von etwa 297 und einer Marktkapitalisierung von 1,5 Billionen Dollar.
April als Lackmustest
2026 gilt als Schlüsseljahr für CEO Elon Musk. Im April soll die Serienproduktion des "Cybercab"-Robotaxis starten. Dieser Zeitplan ist entscheidend, um die hohe Bewertung zu untermauern. Derweil hat BYD Tesla bei den globalen EV-Verkaufszahlen überholt. Teslas Vorteil liegt in der FSD-Technologie mit über 7 Milliarden gefahrenen Meilen an Daten – Ziel sind 10 Milliarden, um den Vorsprung beim autonomen Fahren zu zementieren.
Am 28. Januar folgen die Quartalszahlen. Sie werden zeigen, ob Tesla die operative Schwäche stabilisieren kann – oder ob die Anleger beginnen, an der KI-Prämie zu zweifeln. Technisch liegt die nächste Hürde bei 455 Dollar, darunter wird die Unterstützung bei 440 Dollar entscheidend.
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