Tesla Aktie: Strategischer Umbruch
Tesla hat am Freitag gleich zwei wichtige Weichenstellungen bekanntgegeben. Während die US-Verkehrsbehörde NHTSA dem Konzern mehr Zeit für die Beantwortung kritischer Fragen zu seinem autonomen Fahrsystem gewährt, vollzieht CEO Elon Musk einen radikalen Kurswechsel bei der Vermarktung der Full Self-Driving-Software. Ab Mitte Februar wird das System ausschließlich im Abo-Modell verfügbar sein.
Fünf Wochen mehr Zeit für die Behörden
Die NHTSA hat Tesla eine Fristverlängerung bis zum 23. Februar 2026 eingeräumt. Ursprünglich sollte der Konzern bereits am 19. Januar auf die laufende Untersuchung reagieren, die rund 2,9 Millionen Fahrzeuge betrifft. Im Kern geht es um den Vorwurf, dass das FSD-System Verkehrsregeln missachtet – etwa durch das Überfahren roter Ampeln oder falsches Verhalten an Kreuzungen.
Tesla muss 8.313 konkrete Vorfälle manuell prüfen. Bei einer Bearbeitungskapazität von etwa 300 Fällen pro Tag ist die zusätzliche Zeit offenbar notwendig. Bei Verstößen gegen die Auflagen drohen Strafzahlungen von bis zu 139,4 Millionen Dollar.
Abschied vom Einmalkauf
Parallel dazu hat Musk das Ende des bisherigen Kaufmodells für FSD angekündigt. Ab dem 14. Februar 2026 entfällt die Option, die Software für einmalig 8.000 Dollar zu erwerben. Stattdessen setzt Tesla konsequent auf das Abo-Modell zu 99 Dollar monatlich.
Der Schritt zielt darauf ab, die Verbreitung des Systems zu erhöhen. Derzeit nutzen lediglich 12 Prozent der Tesla-Flotte die kostenpflichtige FSD-Funktion. Mit wiederkehrenden Einnahmen aus Abonnements möchte der Konzern diese Quote steigern – auch vor dem Hintergrund interner Zielvorgaben, die 10 Millionen aktive FSD-Nutzer verlangen.
Wettbewerb und Bewertung
Die Aktie schloss am Freitag bei 437,50 Dollar und verlor damit leicht. Über den vergangenen Monat summiert sich das Minus auf rund 9 Prozent. Tesla steht unter Druck: Der chinesische Rivale BYD hat den US-Konzern 2025 mit 2,26 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen überholt, während Tesla 1,64 Millionen Einheiten absetzte – ein Rückgang von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Analysten bleiben vorsichtig. Barclays bekräftigte ein "Equal Weight"-Rating mit Kursziel 350 Dollar, UBS hält an der "Sell"-Empfehlung mit Ziel 247 Dollar fest. Der Kern der Debatte: Teslas aktuelles Kurs-Gewinn-Verhältnis von 292 preist enorme Wachstumserwartungen ein – nicht aus dem Autogeschäft, sondern aus Software und KI.
Was am 28. Januar folgt
Am 28. Januar 2026 legt Tesla die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Dann dürfte das Management konkretere Angaben zu den finanziellen Auswirkungen der FSD-Umstellung machen. Bis zum 14. Februar läuft die letzte Frist für den Einmalkauf, während am 23. Februar die Antwort an die NHTSA fällig wird.
Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 17. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








