Bei European Lithium kommen gerade mehrere Bausteine zusammen: mehr Zeit für das Kernprojekt Wolfsberg, frisches Geld aus Aktienverkäufen und ein geplanter Zukauf als Schritt zur breiteren Rohstoffbasis. Gleichzeitig hellt sich das Umfeld am Lithium-Markt wieder etwas auf. Doch wie belastbar ist der Fahrplan bis zur endgültigen Minenentscheidung?

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
- Wolfsberg-Lizenz in Österreich um zwei Jahre verlängert
- Ziel für „Decision to mine“: Ende 2026 (abhängig von Markt und Finanzierung)
- Aktienverkäufe brachten zusammen A$184,6 Mio. (Quartal) und ~A$118 Mio. (nach Quartalsende)
- Cash-Bestand: ~A$314 Mio. (Ende Januar)
- Verbleibender Anteil an Critical Metals: 48 Mio. Aktien (Wert laut Schlusskurs Ende Januar: ~US$672 Mio. / A$964 Mio.)
- Geplanter Zukauf: Velta Holding (Titan-Assets in der Ukraine), noch unter Vorbehalt

Wolfsberg: Lizenz verlängert, Zeitplan steht

Die österreichische Regierung hat die Bergbaulizenz für das Lithium-Projekt Wolfsberg in Kärnten um zwei Jahre verlängert. Das teilte Critical Metals Corp am Freitag mit. Für Wolfsberg bedeutet das vor allem: mehr regulatorische Planungssicherheit.

Critical Metals, Betreiber des Projekts, peilt eine finale „Decision to mine“ bis Ende 2026 an. Das Unternehmen knüpft diesen Termin allerdings ausdrücklich an günstige Marktbedingungen und verfügbare Finanzierung.

Für Wolfsberg bleibt zudem ein zentraler Baustein bestehen: Eine verbindliche langfristige Abnahmevereinbarung mit BMW ist weiterhin in Kraft. Parallel laufen laut Bericht die Infrastrukturplanungen.

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Mehr Liquidität durch Anteilsverkäufe

Finanziell hat European Lithium im Dezember-Quartal 2025 spürbar aufgeräumt. In diesem Zeitraum verkaufte das Unternehmen 9,88 Millionen Aktien von Critical Metals Corp und erzielte damit US$121 Millionen Bruttoerlös (umgerechnet A$184,6 Millionen).

Nach Quartalsende folgte ein weiterer Schritt: Rund um den 20. und 21. Januar wurden zusätzlich 5 Millionen Critical-Metals-Aktien veräußert, was rund A$118 Millionen einbrachte. Damit stieg der Cash-Bestand laut Bericht bis Ende Januar auf etwa A$314 Millionen.

Trotz der Verkäufe hält European Lithium weiterhin 48 Millionen Aktien von Critical Metals. Zum Schlusskurs vom 29. Januar lag der Wert dieses Pakets bei rund US$672 Millionen (etwa A$964 Millionen).

Velta-Deal und Wechsel im Aktionariat

Ende Januar meldete European Lithium außerdem eine bindende Vereinbarung zur Übernahme der US-Gesellschaft Velta Holding, die Titan-Bergbau- und Verarbeitungsanlagen in der Ukraine hält. Damit würden Titan und weitere Industrieminerale in das Portfolio kommen. Der Abschluss hängt noch an Due Diligence und üblichen Vollzugsbedingungen.

Veränderungen gab es auch im Aktionariat: Morgan Stanley ist laut Mitteilung kein wesentlicher Anteilseigner mehr. Der Ausstieg wurde über Transaktionen abgeschlossen, die am 27. Januar finalisiert wurden.

Zum Marktumfeld: Critical Metals verwies am Freitag auf anziehende Preise. Batterietaugliches Lithiumcarbonat in China liege bei CNY 168.000–170.000 je Tonne, Spodumenkonzentrat bei rund US$2.000 je Tonne. Als Treiber nannte das Unternehmen knapperes Angebot sowie Nachfragewachstum aus Energiespeichern und E-Fahrzeugen.

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