Tesla geht mit mehreren Baustellen in die letzte Februarwoche: Neue Sicherheitsdaten zum Robotaxi-Dienst, frische Preissignale beim Cybertruck und ein juristischer Rückschlag beim Thema Autopilot. Für Anleger ergibt das ein gemischtes Bild – mit Fragenzeichen ausgerechnet dort, wo Tesla gern Zukunftsmusik verkauft.

Robotaxi: Neue Unfälle belasten das Narrativ

In den vergangenen Tagen rückten neue Daten der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA in den Fokus. Laut Berichten (Bloomberg unter Berufung auf NHTSA-Daten) meldete Tesla fünf weitere Unfälle aus der Robotaxi-Flotte in Austin. Damit steigt die Zahl der Vorfälle seit dem Start des Dienstes im Juni 2025 auf 14.

Die fünf neuen Unfälle sollen im Dezember 2025 und Januar 2026 passiert sein – jeweils mit aktivem System und Model-Y-Fahrzeugen. Beschrieben wurden unter anderem eine Kollision mit einem festen Objekt, ein Zusammenstoß mit einem Bus, als das Fahrzeug stand, ein Kontakt mit einem schweren Lkw bei niedriger Geschwindigkeit sowie zwei Rückwärtsfahr-Unfälle.

Doch was bedeutet das konkret für Teslas Pläne, den Robotaxi-Dienst zügig auszurollen? Der Zeitpunkt ist heikel: Denn laut CBS News will Tesla den Service in der ersten Jahreshälfte 2026 auf sieben weitere US-Städte ausweiten (unter Verweis auf Wedbush-Analyst Dan Ives).

Electrek setzte die Vorfälle zudem in Relation zur gefahrenen Strecke: Bei rund 800.000 bezahlten Meilen komme man auf etwa einen Unfall je 57.000 Meilen – und damit auf eine höhere Rate als in Teslas eigenen Vergleichsdaten für menschliche Fahrer (dort: eine kleinere Kollision etwa alle 229.000 Meilen). Immerhin: Bei den fünf jüngsten Unfällen wurden laut CBS News keine Verletzungen gemeldet; zwei frühere Vorfälle aus 2025 hätten zu leichten Verletzungen geführt.

Cybertruck: Preissenkungen als Signal für Absatzdruck

Parallel hat Tesla an der Preisschraube gedreht – und das gleich doppelt. Zum einen senkte der Konzern den Preis der Top-Version „Cyberbeast“ am 19. Februar (laut Investing.com unter Verweis auf Teslas Website) von 114.990 auf 99.990 US-Dollar.

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Zum anderen berichtete Tesla Oracle am 22. Februar, dass eine neue Basisvariante „Cybertruck AWD Standard“ für 59.990 US-Dollar eingeführt wurde – der bislang günstigste Cybertruck, mit Dual-Motor-Allradantrieb.

Die Stoßrichtung ist klar: Tesla will das Angebot breiter aufstellen und Hürden beim Einstiegspreis senken. Hintergrund sind laut Investing.com anhaltende Absatzprobleme. Demnach wurden seit dem Start Ende 2023 etwa 60.000 Fahrzeuge verkauft – weit entfernt von dem Ziel, das Elon Musk zuvor mit 250.000 Einheiten pro Jahr genannt hatte. Hinzu kommt: Die Verkäufe hätten sich 2025 nahezu halbiert, belastet durch Rückrufe, Qualitätsfragen und wachsende Konkurrenz von Ford und Chevrolet.

Autopilot: 243-Millionen-Urteil bleibt bestehen

Auch juristisch gab es keine Entlastung. Ein Bundesrichter wies am 20. Februar Teslas Antrag zurück, ein Juryurteil über 243 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit einem tödlichen Autopilot-Unfall aus dem Jahr 2019 aufzuheben, wie Reuters berichtet. Die zuständige Richterin Beth Bloom erklärte demnach, die Beweise stützten das Urteil „mehr als“.

Die Jury hatte Tesla zu 33% verantwortlich gesehen. Zugesprochen wurden laut Reuters 19,5 Millionen US-Dollar an den Nachlass einer 22-jährigen Frau, 23,1 Millionen US-Dollar an ihren verletzten Freund sowie 200 Millionen US-Dollar Strafschadenersatz. Es war Reuters zufolge das erste Urteil einer Bundesjury zu einem tödlichen Autopilot-Unfall.

Separat konnte Tesla in Kalifornien einen härteren Einschnitt vermeiden: Laut Reuters entging das Unternehmen einer 30-tägigen Aussetzung bestimmter Lizenzen, nachdem Tesla in dem Bundesstaat den Begriff „Autopilot“ nicht mehr zu Marketingzwecken genutzt habe. Die kalifornische Zulassungsbehörde DMV hatte Tesla bereits 2022 vorgeworfen, Verbraucher mit den Bezeichnungen „Autopilot“ und „Full Self-Driving“ irrezuführen.

Zum Wochenabschluss stand die Aktie bei 349,55 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen liegt sie laut den vorliegenden Daten rund 8% im Minus – ein Hinweis darauf, dass der Markt die Gemengelage zuletzt eher als Belastung einpreist.

In den kommenden Wochen dürfte vor allem zweierlei entscheidend bleiben: ob Tesla die Robotaxi-Sicherheitsdiskussion vor der geplanten Ausweitung in weitere Städte beruhigen kann – und ob die Cybertruck-Preissignale den Absatz stabilisieren, ohne die Erwartungen an Margen weiter zu untergraben.

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