Nvidia macht Ernst im Rennen um autonomes Fahren – und Tesla-Aktionäre reagieren nervös. Am Montag kündigte Chip-Gigant Nvidia auf der CES 2026 seine Open-Source-Plattform „Alpamayo" an, eine KI-Software für selbstfahrende Autos auf Level-4-Niveau. Die Botschaft: Jeder Autohersteller kann künftig Tesla-ähnliche Autopilot-Funktionen einbauen. Die Tesla-Aktie verlor daraufhin rund 4 Prozent und rutschte auf etwa 433 US-Dollar.

Nvidias Frontalangriff auf FSD

Nvidia-CEO Jensen Huang stellte Alpamayo als „ChatGPT-Moment für physische KI" vor. Die Software soll Fahrzeuge befähigen, „die reale Welt zu verstehen, zu analysieren und darauf zu reagieren". Nvidia stellt die Technologie als Open Source bereit – inklusive über 1.700 Stunden Fahrdaten und einem Simulations-Framework namens AlpaSim.

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Besonders brisant: Huang nannte Robotaxis explizit als ersten Nutznießer der Plattform. Damit positioniert sich Nvidia direkt gegen Teslas Full Self-Driving (FSD), das bislang als technologischer Vorsprung des Unternehmens galt. Hersteller wie Lucid, Mercedes-Benz oder BYD könnten nun deutlich schneller aufschließen.

Musk relativiert die Gefahr

Elon Musk reagierte via X gelassen: „Der tatsächliche Weg von einem FSD, das irgendwie funktioniert, bis zu einem System, das viel sicherer als ein Mensch ist, dauert mehrere Jahre." Erst Jahre danach würden etablierte Autohersteller die nötigen Kameras und KI-Computer in ihre Fahrzeuge integrieren. „Das ist vielleicht in fünf oder sechs Jahren ein Wettbewerbsdruck für Tesla – wahrscheinlich später."

In einem weiteren Post räumte Musk die technischen Hürden ein: „Es ist einfach, auf 99 Prozent zu kommen – und dann extrem schwer, die Randverteilung zu lösen." Damit meint er die seltenen Extremsituationen, an denen autonome Systeme regelmäßig scheitern. Interessanterweise wünschte Musk Nvidia dennoch viel Erfolg, während Huang Teslas FSD-Stack als „erstklassig" lobte.

Marktreaktion und Analystenurteil

Die Tesla-Aktie schloss am 6. Januar bei 432,96 US-Dollar, nachdem sie bereits vom Allzeithoch bei 498,83 US-Dollar im Dezember über 12 Prozent eingebüßt hatte. Im vorbörslichen Handel am 7. Januar weitete sich der Verlust zunächst aus, bevor eine leichte Erholung einsetzte.

Morningstar-Analyst Seth Goldstein bekräftigte sein fairer Wert von 300 US-Dollar und sieht die Aktie damit rund 45 Prozent überbewertet. Die steigende Konkurrenz im Bereich autonomes Fahren könne das Wachstum belasten, so Goldstein. Andere Analysten wie Dan Ives von Wedbush bleiben optimistischer – New Street Research hob das Kursziel sogar auf 600 US-Dollar an.

Teslas Mehrfronten-Kampf

Die Nvidia-Ankündigung trifft Tesla in einer ohnehin angespannten Phase. 2025 verzeichnete der Konzern erstmals einen Rückgang der Fahrzeugauslieferungen um 8,5 Prozent auf 1,63 Millionen Einheiten. In Europa schrumpfte der Marktanteil von 2,4 auf 1,7 Prozent, während chinesische Wettbewerber wie BYD mit aggressiven Preisen punkten. Die Bruttomarge liegt nach Analystenschätzungen etwa halb so hoch wie 2022.

Ende Januar folgt der Quartalsbericht. Investoren dürften vor allem auf Updates zu FSD-Akzeptanzraten, Robotaxi-Plänen in Austin und Kalifornien sowie zur Margenentwicklung achten. Ob Tesla seinen technologischen Vorsprung glaubhaft verteidigen kann, wird über die Kursentwicklung entscheiden.

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