Für Tesla steht an diesem Montag ein entscheidender Termin in Washington an. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erwartet bis heute die vollständige Übergabe von Unfalldaten zum Fahrassistenzsystem Full Self-Driving (FSD). Nachdem der Autobauer bereits zwei Fristverlängerungen in Anspruch genommen hat, drohen bei unzureichenden Antworten nun empfindliche Strafen oder Verzögerungen bei der künftigen Software-Zulassung.

Was genau untersucht die Behörde? Auslöser der im Oktober 2025 gestarteten Untersuchung waren Berichte über Tesla-Fahrzeuge, die mit aktiviertem FSD rote Ampeln überfuhren oder in den Gegenverkehr gerieten. Mittlerweile umfasst die Akte 80 dokumentierte Vorfälle, während die gesamte Überprüfung rund 2,88 Millionen Fahrzeuge verschiedener Software-Versionen abdeckt. Tesla beklagte zuletzt den hohen manuellen Prüfaufwand der Daten, was die bisherigen Verzögerungen bei der Einreichung erklärt.

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Hohe Einsätze für das Autonomie-Geschäft

Sollte Tesla die geforderten Video- und Telemetriedaten nicht fristgerecht oder nur lückenhaft liefern, kann die NHTSA Strafgelder von bis zu 139,4 Millionen US-Dollar verhängen. Schwerer als die finanzielle Einbuße würde jedoch ein möglicher Rückschlag beim Ausbau autonomer Fahrsysteme wiegen. Genau diese Technologie, samt der jüngst in Texas gestarteten unüberwachten Robotaxi-Fahrten, rechtfertigt einen Großteil der aktuellen Unternehmensbewertung. Die Nervosität der Anleger spiegelt sich auch im Kursbild wider: Die Aktie notiert aktuell bei 338,05 Euro und hat damit seit Jahresbeginn knapp zehn Prozent an Wert verloren.

Ein Konzern im Umbruch

Der regulatorische Druck trifft das Unternehmen in einer ohnehin anspruchsvollen Phase. Im abgelaufenen Jahr 2025 verzeichnete Tesla mit einem Umsatzrückgang von drei Prozent auf 94,8 Milliarden US-Dollar die erste Schrumpfkur seiner öffentlichen Unternehmensgeschichte. Auch der Nettogewinn brach im Vergleich zum Rekordjahr 2023 um 75 Prozent ein, begleitet von einem weltweiten Rückgang der Auslieferungszahlen um zehn Prozent. Ein Lichtblick bleibt hingegen die Energiesparte, die um 27 Prozent wuchs und das fünfte Quartal in Folge Rekordgewinne verbuchte.

Die heutige Datenübergabe an die Aufsichtsbehörde ist zwar noch kein abschließendes Urteil über Teslas Software, stellt aber den bislang härtesten Stresstest für die Autonomie-Pläne des Konzerns dar. Eine transparente und vollständige Dokumentation der Unfallhistorie könnte die regulatorischen Bedenken zerstreuen und das Vertrauen in die Robotaxi-Strategie stärken. Ein fehlerhafter Bericht hingegen dürfte den Rollout des unüberwachten FSD-Systems auf unbestimmte Zeit verzögern.

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