In der aktuellen Folge der Wiener Börse Party auf audio-cd.at berichtet Moderator Christian Drastil über eine bemerkenswerte Entwicklung bei der Telekom Austria: Die Aktie des österreichischen Telekommunikationskonzerns nähert sich einem wichtigen psychologischen Kursniveau.

Zweistelliger Kurs zum Greifen nah

Die Telekom Austria zählt am heutigen Handelstag zu den stärksten Werten im österreichischen Leitindex. Mit einem Plus von 2,5 Prozent notiert die Aktie aktuell bei 10,04 Euro. Damit steht möglicherweise ein besonderes Ereignis bevor: „Es könnte damit der erste zweistellige Schlusskurs seit Mai 2025 werden, Fingers are crossed", kommentiert Drastil die Situation.

Dieser Artikel ist eine Added Value Version zu den Key-Insights einer Podcastfolge von audio-cd.at, aufgewertet durch Archivbausteine. Die hier veröffentlichten Gedanken/Schlüsse sind weder als Empfehlung noch als ein Angebot oder eine Aufforderung zum An- oder Verkauf von Finanzinstrumenten zu verstehen und sollen auch nicht so verstanden werden. Der Handel mit Finanzprodukten unterliegt einem Risiko. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren.

Sollte die Aktie den Handelstag tatsächlich über der 10-Euro-Marke beenden, wäre dies das erste Mal seit rund neun Monaten, dass Anleger einen zweistelligen Schlusskurs zu sehen bekommen.

ATX insgesamt ohne klare Richtung

Während die Telekom Austria zu den Gewinnern zählt, präsentiert sich der Gesamtmarkt an der Wiener Börse eher lustlos. Der ATX notiert mit einem Minus von 0,13 Prozent bei 5.664 Punkten nahezu unverändert. Auffällig dabei: Die Handelsumsätze fallen geringer aus als an den vergangenen Tagen.

An der Spitze der Gewinnerliste im Gesamtmarkt steht die Agrana mit einem Plus von 2,8 Prozent, gefolgt von der Telekom Austria auf dem zweiten Platz. CPI Europe komplettiert mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent das Führungstrio.

Weitere Marktteilnehmer im Überblick

Gute Nachrichten gibt es auch für die BAWAG Group: Die Bank wird mit dem Schlusskurs vom 27. Februar in den MSCI Global Standard Index aufgenommen. Diese Entscheidung folgt der jährlichen Überprüfung durch MSCI und unterstreicht die positive Entwicklung des Instituts. Die Marktkapitalisierung ist von 4,8 Milliarden beim IPO auf mehr als 10 Milliarden Euro gestiegen, insgesamt wurden 3,7 Milliarden Euro an die Aktionäre ausgeschüttet.

Auch der deutsche Leitindex DAX zeigt sich am Dienstag ohne klare Tendenz. Bei 24.791 Punkten verzeichnet er ein minimales Minus von 0,04 Prozent. Vonovia führt hier die Gewinnerliste mit plus 3,3 Prozent an.

Historische Börsenmomente am 17. Februar

Der heutige Tag hat in der österreichischen Börsengeschichte durchaus Bedeutung. Vor genau 17 Jahren, am 17. Februar 2009, erlebte die Erste Group ihren schwächsten Handelstag überhaupt mit einem Minus von 18,1 Prozent. Damals markierte die Aktie bei 6,964 Euro ihr historisches Tief – ein Niveau, das im Vergleich zum aktuellen Kurs von rund 103 Euro zeigt, welches Potenzial langfristige Investments bieten können.

Ebenfalls vor 17 Jahren verzeichnete die VIG ihren zweitschlechtesten Tag in der eigenen Börsenhistorie mit einem Rückgang von 17,9 Prozent.

Analysteneinschätzung zu AT&S

Im Bereich Research gibt es neue Einschätzungen zur AT&S-Aktie. Oddo BHF bestätigt das Underperform-Rating, hebt jedoch das Kursziel von 21 auf 25 Euro an. Dieses Ziel liegt allerdings noch immer bei weniger als der Hälfte des aktuellen Aktienkurses von über 50 Euro. Die Analysten begründen ihre vorsichtige Haltung damit, dass die aktuellen Ergebnisse den potenziellen Volumendruck auf die PC- und Smartphone-Märkte noch nicht widerspiegeln würden, der mit höheren Speicherpreisen verbunden sei.

Die Telekom Austria bleibt damit einer der interessantesten Werte des heutigen Handelstages – ob die 10-Euro-Marke zum Handelsschluss verteidigt werden kann, wird sich zeigen.