Die Schere zwischen Marktrealität und Analystenerwartungen könnte bei TeamViewer kaum weiter auseinanderklaffen. Während der Kurs unaufhaltsam in Richtung der kritischen 6-Euro-Marke rutscht und Anleger das Vertrauen verlieren, rufen Experten paradoxerweise enorme Kursziele aus. Marktteilnehmer stehen vor der Frage, ob hier eine historische Fehlbewertung vorliegt oder das Unternehmen tieferen Problemen gegenübersteht.

Die aktuelle Lage im Überblick:

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  • Aktueller Kurs: 6,08 Euro
  • 12-Monats-Performance: -41,42 %
  • Technische Indikation: RSI bei 27,6 (überverkauft)
  • Nächster Termin: Detaillierte Zahlen am 10.02.2026

Chartbild trübt sich ein

Die charttechnische Situation spitzt sich weiter zu. Mit einem aktuellen Kurs von 6,08 Euro nähert sich der Titel bedrohlich seinem 52-Wochen-Tief bei 5,42 Euro an. Der langfristige Abwärtstrend manifestiert sich deutlich: Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Börsenwert des Göppinger Softwareanbieters um über 41 Prozent verringert. Zwar deutet der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 27,6 auf eine überverkaufte Situation hin, doch charttechnische Kaufsignale bleiben bislang aus. Das Handelsvolumen ist erhöht, was auf eine anhaltende Nervosität der Investoren hindeutet.

Experten gegen den Markt

Diametral entgegengesetzt zur tristen Kursentwicklung verhalten sich die Einschätzungen der Großbanken. Die Bank of America (BofA) bezeichnete die Aktie erst am Vortag als "deutlich unterbewertet" und sieht ein theoretisches Kurspotenzial von bis zu 150 Prozent.

Auch Barclays schloss sich dieser optimistischen Sichtweise an und bestätigte am 9. Januar das Rating "Overweight" mit einem Kursziel von 8,50 Euro. Der Markt ignoriert diese positiven Bewertungen derzeit jedoch vollständig. Anleger scheinen den Modellen der Analysten zu misstrauen und ziehen Liquidität ab, statt auf die prognostizierte Erholung zu setzen.

Warten auf den Februar

Fundamental konnte das Unternehmen zuletzt zwar die bereits gesenkten Umsatzziele für 2025 knapp erreichen, doch dies löste keine Euphorie aus. Der Fokus richtet sich nun auf den 10. Februar 2026, wenn der Konzern die detaillierten Geschäftszahlen vorlegt. Bis dahin bleibt die Aktie im Spannungsfeld zwischen massivem charttechnischen Abwärtsdruck und fundamentaler Hoffnung. Gelingt keine zeitnahe Bodenbildung oberhalb des Jahrestiefs, droht trotz der positiven Analystenstimmen eine weitere Erodierung des Börsenwerts.

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