TeamViewer tauscht in einer heiklen Region die Führung aus: Mit Tim Koubek soll ausgerechnet das Amerika-Geschäft wieder auf Kurs kommen – dort hakte zuletzt auch die Integration der übernommenen 1E. Gleichzeitig bleibt der Ausblick für 2026 defensiv. Kann der personelle Neustart die operative Schwäche in den USA spürbar drehen?

Americas als Baustelle – und Koubek als Signal

Am 24. Februar hat TeamViewer Tim Koubek zum President of TeamViewer Americas ernannt. Die Personalie zielt klar auf ein Problemfeld: In Nord- und Südamerika blieb die Entwicklung hinter den Erwartungen zurück, insbesondere rund um die 2024 übernommene 1E.

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Koubek bringt laut Unternehmen viel Vertriebserfahrung im Enterprise-Umfeld mit, unter anderem aus Rollen bei LogicMonitor (Sales-Führung) und BMC Software. Der Auftrag ist damit klar umrissen: bessere Umsetzung im Go-to-Market und mehr Zugkraft im größten 1E-Markt USA.

2025: Marge stark, Wachstum nur moderat

Im Geschäftsjahr 2025 lieferte TeamViewer bei der Profitabilität überzeugend ab. Der währungsbereinigte Pro-forma-Umsatz stieg um 5% auf 767,5 Mio. Euro – exakt im Rahmen der eigenen Prognose. Das bereinigte EBITDA legte um 8% auf 340 Mio. Euro zu, die Marge erreichte 44,3%.

Der Lichtblick kam aus dem Enterprise-Segment: Der annualisierte wiederkehrende Umsatz (ARR) wuchs dort währungsbereinigt um 19%. Genau dieses Großkundengeschäft bleibt damit der zentrale Wachstumstreiber.

Ausblick 2026 drückt – und der Kurs bleibt angeschlagen

Für 2026 stellt das Management allerdings nur 0 bis 3% währungsbereinigtes Umsatzwachstum in Aussicht. Bei der bereinigten EBITDA-Marge werden rund 43% erwartet – also weniger als im Vorjahr. Als Gründe nennt TeamViewer ein volatiles Marktumfeld sowie Schwäche im Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen. Zusätzlich belastet die schwache 1E-Performance, die von Transformationsproblemen und makroökonomischem Gegenwind in den USA geprägt ist.

An der Börse spiegelt sich diese Gemengelage deutlich wider. Die Aktie schloss am Freitag bei 4,62 Euro und liegt damit nur rund 2% über dem 52-Wochen-Tief von 4,52 Euro. Auf 12 Monate steht ein Minus von 61,77% zu Buche, seit Jahresbeginn sind es -22,84%. Auch technisch bleibt der Titel unter Druck: Der RSI (14 Tage) liegt bei 27,6, der Kurs notiert klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 5,56 Euro.

Ein Gegenpol kommt zumindest von der Produktseite: Am 23. Februar wurde TeamViewer bei den G2 2026 Best Software Awards auf Platz 2 der IT-Infrastruktur-Software gewählt – basierend auf verifizierten Kundenbewertungen.

Der nächste konkrete Prüfstein steht schon fest: Am 18. März folgt der Annual Report 2025. Wirklich richtungsweisend dürfte aber der 6. Mai werden, wenn TeamViewer Q1-Zahlen und Analystenkonferenz liefert – dann wird sichtbar, ob der neue Americas-Fokus bereits erste operative Spuren hinterlässt.

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