TeamViewer Aktie: Großaktionär schichtet um
Die TeamViewer-Aktie sucht weiterhin nach einem Boden, doch im Hintergrund justieren institutionelle Schwergewichte ihre Positionen neu. Der norwegische Staatsfonds hat laut einer aktuellen Mitteilung eine wichtige Meldeschwelle unterschritten, was auf den ersten Blick wie ein Rückzug wirkt. Ein detaillierter Blick in die Daten offenbart jedoch, dass die Gesamtposition des Großinvestors keineswegs sinkt, sondern sich lediglich strukturell verändert.
Strategiewechsel bei Norges Bank
Am 6. Januar 2026 reduzierte das norwegische Finanzministerium im Namen des Staates die direkte Aktienbeteiligung an dem Göppinger Software-Unternehmen von 3,12 Prozent auf 2,54 Prozent. Damit fiel der Bestand unter die meldepflichtige 3-Prozent-Hürde. Rund 943.000 Aktien wurden aus dem Direktbestand abgegeben.
Doch wer hier einen generellen Ausstieg vermutet, irrt. Die Gesamtposition der Norweger – eine Kombination aus direkten Anteilen und Finanzinstrumenten – stieg sogar leicht von 4,48 Prozent auf 4,70 Prozent an. Der Grund liegt in einer massiven Ausweitung der Wertpapierleihe. Die Anzahl der verliehenen Aktien kletterte von gut 2,2 Millionen auf über 3,5 Millionen Stücke. Marktteilnehmer werten solche Verschiebungen oft als Indiz dafür, dass institutionelle Anleger zusätzliche Erträge durch Leihgebühren generieren wollen, während sie die Kernposition halten.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Direktbeteiligung Norges: Reduziert auf 2,54 % (zuvor 3,12 %)
- Gesamtengagement: Erhöht auf 4,70 %
- Aktionärsstruktur: BlackRock führt mit ca. 5,5 %, gefolgt von Norges Bank und TeamViewer (eigene Aktien: 4,00 %)
- Streubesitz: Rund 96 % nach dem Komplettausstieg von Permira im September 2025
Bewertung trifft auf Chart-Tristesse
Die strukturellen Änderungen finden in einem äußerst angespannten charttechnischen Umfeld statt. Mit einem aktuellen Kurs von 5,72 Euro notiert das Papier in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Tief bei 5,42 Euro. Seit Jahresanfang verlor der Titel bereits über 3 Prozent, auf Zwölf-Monats-Sicht steht ein Minus von über 45 Prozent zu Buche.
Der technische Druck bleibt hoch: Der 200-Tage-Durchschnitt verläuft bei 8,62 Euro und ist damit über 33 Prozent entfernt. Einziger Hoffnungsschimmer für Antizykliker könnte der RSI (Relative Strength Index) sein, der mit einem Wert von 27,6 eine überverkaufte Situation anzeigt.
Fundamental präsentiert sich TeamViewer als zweischneidiges Schwert. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter 8 ist die Aktie im Vergleich zum Branchenschnitt von 27 extrem günstig bewertet. Allerdings spiegelt dieser Abschlag die gedämpften Wachstumserwartungen wider. Nach einer Prognosekürzung im Oktober 2025 stellt das Management für das laufende Jahr lediglich ein Wachstum von 2 bis 6 Prozent in Aussicht.
Zahlenwerk entscheidet im Februar
Ob die niedrige Bewertung eine Einstiegschance oder eine "Value Trap" darstellt, dürfte sich am 10. Februar 2026 entscheiden. An diesem Tag veröffentlicht TeamViewer die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025. Erst wenn das Unternehmen den Nachweis erbringt, dass es trotz des schwierigen Umfelds die Profitabilität stabil halten kann, ist mit einer nachhaltigen Gegenbewegung zu rechnen.
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