TeamViewer Aktie: Beeindruckende Bilanz
TeamViewer hat mit vorläufigen Zahlen die im Herbst gesenkten Ziele für 2025 bestätigt – das nimmt erheblichen Druck vom Papier, auch wenn das Wachstum überschaubar bleibt. Im Fokus steht nun, ob das Management aus der Stabilisierung wieder mehr Dynamik machen kann.
Prognose erfüllt, Unsicherheit sinkt
Am vergangenen Freitag legte der Softwareanbieter vorläufige Geschäftszahlen für 2025 vor. Kernbotschaft:
Die im Oktober 2025 reduzierten Ziele wurden erreicht.
Wesentliche Eckpunkte:
- Pro-forma-Umsatzwachstum: rund 5 %
- Bereinigte EBITDA-Marge: etwa 44 %
- Umsatz- und ARR-Ziele nur am unteren Ende der Spanne erreicht
- Wachstum vor allem im Enterprise-Geschäft, Schwäche bei SMB-Kunden
- Integration der übernommenen 1E bremst die Wachstumsdynamik
Gerade die bestätigte Marge wird am Markt als Zeichen operativer Stabilität gewertet. Nach der Prognosesenkung im Herbst war die Sorge groß, dass TeamViewer diese Ziele erneut verfehlen könnte – dieses Risiko ist vorerst vom Tisch.
Die Aktie reagierte entsprechend positiv: Bereits am Freitag kam es im XETRA-Handel zu einem deutlichen Kurssprung, zu Wochenbeginn setzte sich die Stabilisierung fort. Auf Wochensicht steht ein Plus von knapp 10 %, im 30-Tage-Vergleich rund 10,3 %. Gemessen an den Vormonaten ist das eine spürbare Erholung, auch wenn der Titel auf Sicht von zwölf Monaten mit fast 40 % im Minus liegt.
Geteiltes Bild bei Wachstum und Bewertung
Die Detailzahlen zeichnen dennoch ein gemischtes Bild. Das Geschäft mit Großkunden bleibt der Wachstumstreiber, während das Segment der kleinen und mittleren Unternehmen hinterherhinkt. Zusätzlich belastet die Integration von 1E, sodass das Unternehmen seine Umsatz- und ARR-Ziele nur am unteren Ende der prognostizierten Spanne erreicht.
An der Börse zeigt sich diese Spannung deutlich:
- Schlusskurs gestern (Montag): 6,24 €
- 52-Wochen-Hoch: 13,42 € (Abstand: rund –53 %)
- 52-Wochen-Tief: 5,42 € (Abstand: rund +15 %)
- RSI (14 Tage): 27,6 (deutet auf überverkaufte Zone hin)
- Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt: etwa –27 %
Nach einer ausgeprägten Talfahrt liegt der Kurs klar unter den langfristigen Durchschnittswerten. Kurzfristig hat sich der Titel jedoch etwas gelöst: Der Preis notiert rund 8 % über dem 50-Tage-Durchschnitt, auf Jahressicht ergibt sich ein Plus von gut 5,5 %. Der Markt honoriert damit vor allem die gesunkene Prognoseunsicherheit, nicht aber eine neue Wachstumsstory.
Analystenreaktionen und Marktstimmung
Im Nachgang der Zahlen haben mehrere Häuser ihre Einschätzungen bestätigt.
Die US-Investmentbank RBC hält an ihrer „Outperform“-Einstufung fest. Barclays bekräftigte das „Overweight“-Rating. Analystin Alice Jennings von Barclays betonte, dass die Unsicherheit nach den bestätigten Zahlen deutlich abgenommen habe.
Diese Rückendeckung kommt nach der Kurskorrektur der vergangenen Monate zur rechten Zeit. Die Kombination aus:
- bestätigter Profitabilität (44 % Marge),
- moderatem Wachstum (ca. 5 % Umsatzplus) und
- klar unter Druck stehender Bewertung am Markt
führt aktuell zu einer nüchternen, aber leicht konstruktiven Stimmung. Die Aktie hat einen Teil des Vertrauens zurückgewonnen, ohne dass von einem klaren Trendwechsel gesprochen werden kann.
Ausblick: 10. Februar im Fokus
Der nächste entscheidende Termin ist bereits gesetzt: Am 10. Februar 2026 will das Unternehmen die endgültigen und geprüften Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegen. Besonders wichtig werden dann:
- ein detaillierter Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026,
- konkrete Maßnahmen zur Beschleunigung des Wachstums,
- Fortschritte und Synergien bei der Integration von 1E,
- eine klarere Perspektive für das SMB-Segment.
Substanzielle neue Impulse sind vor allem dann zu erwarten, wenn das Management einen überzeugenden Plan für höhere Wachstumsraten präsentiert, ohne die Profitabilität zu opfern. Der 10. Februar dürfte damit zum Gradmesser, ob die aktuelle Erholung der Aktie mehr ist als nur eine technische Gegenbewegung nach einem schwierigen Jahr.
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