Take-Two liefert ab – und setzt gleichzeitig ein wichtiges Zeichen in Richtung 2027. Denn die Erwartungen rund um den nächsten großen Blockbuster „GTA VI“ treffen jetzt auf Zahlen, die schon im Hier und Jetzt besser ausfallen als geplant. Die spannende Frage: Kommt der Rückenwind vor allem aus neuen Verkäufen – oder aus den wiederkehrenden Einnahmen?

Starke Quartalszahlen – und höhere Jahresziele

Im dritten Geschäftsquartal (Q3 GJ 2026) übertraf der Spielepublisher die eigene Prognose und hob den Ausblick für das Gesamtjahr an. Treiber waren laut Unternehmen solide Ergebnisse über alle Labels hinweg, darunter Rockstar Games, 2K und Zynga.

Die wichtigsten Punkte aus dem Quartal:

  • Net Bookings: 1,76 Mrd. US-Dollar (+28% zum Vorjahr)
  • GAAP-Umsatz (Net Revenue): 1,699 Mrd. US-Dollar (+25% zum Vorjahr)
  • Wiederkehrende Konsumentenausgaben: +23% und 76% Anteil an den Net Bookings

Folgerichtig legt Take-Two auch die Messlatte für das Gesamtjahr höher: Die Net-Bookings-Prognose steigt auf 6,65 bis 6,7 Mrd. US-Dollar, was etwa 18% Wachstum gegenüber dem Vorjahr entsprechen soll.

Auch beim Cashflow wird der Ton optimistischer. Der Ausblick für den operativen Cashflow wurde auf rund 450 Mio. US-Dollar angehoben, bei Investitionen (Capex) von etwa 180 Mio. US-Dollar.

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Franchises liefern – besonders beim „Dauerumsatz“

Auffällig ist, wie stark Take-Two vom Geschäft nach dem Verkauf lebt: In-Game-Käufe, Abos und ähnliche Posten (recurrent consumer spending) sind inzwischen der dominante Block.

Mehrere Marken stachen im Quartal hervor:

  • NBA 2K26: rund 8 Mio. Einheiten verkauft; wiederkehrende Ausgaben +30%
  • GTA V: mittlerweile über 225 Mio. Einheiten über die gesamte Lebenszeit
  • GTA Online: wiederkehrende Ausgaben +27%; GTA+-Mitgliedschaften nahezu verdoppelt (Jahresvergleich)
  • Mobile: Toon Blast wuchs +43%; überschritt 3 Mrd. US-Dollar Lifetime-Net-Bookings

Unterm Strich: Nicht ein einzelner Titel trägt das Quartal. Es ist die Kombination aus großen Marken und stabilen, wiederkehrenden Erlösen, die das Ergebnis nach oben schiebt.

GTA VI ist terminiert – und AI wird als Chance verkauft

CEO Strauss Zelnick bestätigte den Start von „Grand Theft Auto VI“ für den 19. November 2026. Für das Geschäftsjahr 2027 stellt das Management nach dem Release „rekordhohe Net Bookings“ in Aussicht.

Gleichzeitig kam der Zahlenbericht in eine Marktphase, in der Gaming-Aktien zuletzt auch wegen AI-Diskussionen unter Druck standen – ausgelöst durch Googles Vorstellung einer AI-Weltbau-Technologie („Project Genie“) Ende Januar. Zelnick nahm dazu Stellung und betonte, Take-Two sehe generative AI eher als Produktivitätshebel: Man arbeite bereits mit „hunderten Piloten“ im Unternehmen an entsprechenden Anwendungen.

Für das laufende Schlussquartal (Q4, bis 31. März 2026) erwartet Take-Two Net Bookings von 1,51 bis 1,56 Mrd. US-Dollar sowie einen GAAP-Umsatz von 1,573 bis 1,623 Mrd. US-Dollar.

Beim Kursbild zeigt sich trotz der operativen Stärke ein klarer Dämpfer der letzten Wochen: Auf 7-Tage-Sicht liegt die Aktie rund 12,7% im Minus (30 Tage: -21,1%). Inhaltlich liefert Take-Two zwar höhere Ziele und starke Serien – die Börse bleibt aber bei Timing, AI-Narrativ und dem Weg bis zum GTA‑VI-Release offensichtlich anspruchsvoll.

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