Swatch Aktie: Rückenwind
Swatch profitiert derzeit von zwei handfesten Faktoren: kürzere Wartezeiten auf gefragte Modelle und ein entschärfter US-Zoll. Beides stärkt kurzfristig Umsatz und Marge — kann das die anhaltende Schwäche in China ausgleichen?
- Aktueller Kurs: 189,55 € (Heute: -0,37%)
- 52-Wochen-Hoch: 192,70 € (Abstand: -1,63%)
- 50-Tage-Durchschnitt: 182,15 € (Abstand: +4,06%)
- US-Absatz: +15% in Lokalwährung (Ende August 2025)
- US-Zölle reduziert: von 39% auf max. 15% (Einigung 10. Dezember 2025)
- China-Umsatzanteil: rund 24%; Großhandel in China minus >30%
Warum kürzere Wartezeiten wichtig sind
Die Lieferfähigkeit hat sich spürbar verbessert. Längere Wartelisten für begehrte Modelle schrumpfen, Käufer schließen Transaktionen schneller ab. Für Swatch bedeutet das höhere Umschlagshäufigkeit im Handel und bessere Verfügbarkeit der Kernprodukte. Das erhöht kurzfristig den Umsatzdruck in den Filialen und erklärt einen Teil des aktuell erhöhten Handelsvolumens.
Diese operative Entspannung ist kein Selbstläufer. Sie wirkt vor allem dann, wenn Produktion und Logistik die Nachfrage dauerhaft bedienen können. Für den Moment liefert sie dem Titel jedoch einen realen Impuls.
Zolldeal und Preissetzungsmacht
Die Reduktion der US-Einfuhrzölle auf maximal 15% entlastet die Margen in einem der wichtigsten Wachstumsmärkte. Swatch gleicht die verbleibende Belastung derzeit durch Preisanpassungen zwischen 5 und 15 Prozent aus. Die Kombination aus reduzierten Zöllen und vorhandener Markenstärke — etwa bei Omega und Longines — stützt die Margenperspektive trotz teurerer Rahmenbedingungen.
Gleichzeitig bleibt die Abhängigkeit von einzelnen Regionen sichtbar: Während Nordamerika zweistellig wächst, hat der Großhandel in China deutlich gelitten. Die Diversifikation über mehrere Marken wirkt hier als Puffer.
Chart und Ausblick
Technisch notiert die Aktie mit 189,55 € knapp unter dem Jahreshoch. Sie liegt oberhalb des 50-Tage-Durchschnitts, der aktuell bei 182,15 € verläuft, und weist einen RSI von 63,6 auf — Zeichen für anhaltende Kaufdynamik, aber noch keinen Überkauf.
Konkrete Szenarien: Bleibt der Kurs über dem 50-Tage-Durchschnitt, ist ein Test des 52-Wochen-Hochs bei 192,70 € wahrscheinlicher. Fällt die Aktie unter den 100-Tage-Durchschnitt bei 171,87 €, würde das eine ausgedehntere Konsolidierung anzeigen.
Fazit: Kurzfristig hat Swatch spürbaren Rückenwind durch bessere Verfügbarkeit und geringere US-Zölle. Ob das die China-Schwäche vollständig kompensiert, hängt von der Nachhaltigkeit des US-Wachstums und der Nachfrageentwicklung in Asien ab. Technisch entscheidet der Bereich um 182 € über das nächste Richtungszeichen.
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