Strategy Aktie: Milliardenverlust
Strategy Inc., das Bitcoin-Vehikel von Michael Saylor, meldet für das vierte Quartal 2025 einen nicht realisierten Verlust von 17,44 Milliarden Dollar auf seine Bitcoin-Bestände. Die Aktie ist seit ihrem Allzeithoch um 66 Prozent eingebrochen. Während der Kurs unter Druck steht, kauft Saylor weiter zu – doch die Struktur des Geschäftsmodells birgt fundamentale Risiken.
Buchverlust durch Bitcoin-Absturz
Die Verlustmeldung vom 5. Januar 2026 geht direkt auf den Bitcoin-Kursrutsch im vierten Quartal zurück. Die Kryptowährung fiel von ihrem Rekordhoch bei 126.198 Dollar Anfang Oktober auf rund 88.000 Dollar zum Jahresende – ein Minus von 25 Prozent. Strategy wendet seit Anfang 2025 Bewertungsregeln an, die eine quartalsweise Neubewertung der Bitcoin-Bestände zum Marktwert vorschreiben. Im dritten Quartal hatte das Unternehmen noch einen nicht realisierten Gewinn von 3,9 Milliarden Dollar ausgewiesen.
Die Firma hält mittlerweile 673.783 Bitcoin, erworben für insgesamt 50,55 Milliarden Dollar zu einem Durchschnittspreis von 75.026 Dollar pro Coin. Das entspricht mehr als drei Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots, das jemals existieren wird.
Notfall-Reserve gegen Liquiditätsdruck
Strategy hat eine Cash-Reserve von 2,25 Milliarden Dollar aufgebaut – finanziert durch den Verkauf eigener Aktien. Das Polster soll Dividendenzahlungen an Vorzugsaktionäre für 32,5 Monate decken, Zinszahlungen auf ausstehende Schulden ermöglichen und einen Zwangsverkauf von Bitcoin in schwachen Marktphasen verhindern. Allein in der letzten Dezemberwoche 2025 und den ersten Januartagen 2026 wuchs die Reserve um 62 Millionen Dollar.
Das zentrale Problem: Strategy besitzt Bitcoin, schuldet aber Dollar. Die Firma muss Zinsen, Tilgungen und Dividenden in Cash bedienen, während ihr Hauptvermögenswert keine laufenden Erträge generiert. Besonders brisant wird es 2028, wenn Wandelanleihen im Volumen von fünf Milliarden Dollar fällig werden. Sollte Bitcoin zu diesem Zeitpunkt schwach notieren, droht entweder ein Notverkauf zu niedrigen Preisen oder eine Umschuldung.
Bewertungsprämie verschwunden
Die Marktbewertung von Strategy liegt aktuell bei rund 47 Milliarden Dollar, während die Bitcoin-Bestände etwa 60 Milliarden Dollar wert sind. Die mNAV-Kennzahl, die den Marktwert des Unternehmens ins Verhältnis zu seinen tatsächlichen Krypto-Beständen setzt, ist auf knapp über 1,0 gefallen. Investoren zahlen praktisch keine Prämie mehr für Saylors Bitcoin-Strategie. Die Aktie verlor 2025 insgesamt 48 Prozent, allein im vierten Quartal ging es um 53 Prozent abwärts.
Michael Saylor hält dennoch an seiner Strategie fest. Anfang Januar kaufte Strategy weitere 1.286 Bitcoin für durchschnittlich 90.000 Dollar pro Stück – Gesamtkosten: 116 Millionen Dollar. Die Ratingagentur S&P Global stufte das Unternehmen im Oktober 2025 mit B-minus ein und verwies auf die strukturelle Diskrepanz zwischen Bitcoin-Vermögen und Dollar-Verbindlichkeiten.
Analysten bleiben optimistisch
Von 16 Analysten empfehlen 13 die Aktie mit "Strong Buy", einer mit "Moderate Buy" und zwei mit "Hold". Das durchschnittliche Kursziel von 486,29 Dollar liegt rund 200 Prozent über dem aktuellen Niveau. Die Entwicklung der Strategy-Aktie bleibt jedoch unmittelbar an Bitcoin gekoppelt – mit entsprechend hoher Volatilität in beide Richtungen.
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