Strategy hat in der vergangenen Woche erneut massiv Bitcoin gekauft – und die Finanzierungsstruktur dahinter zieht zunehmend Aufmerksamkeit auf sich. Gleichzeitig nimmt die Wall Street die Aktie neu ins Visier.

Milliardenschwerer Kauf, komplexe Finanzierung

Zwischen dem 2. und 8. März erwarb Strategy 17.994 Bitcoin für rund 1,28 Milliarden US-Dollar – zu einem Durchschnittspreis von etwa 70.946 Dollar pro Coin. Die Transaktion wurde am 9. März bei der US-Börsenaufsicht SEC gemeldet.

Rund 900 Millionen Dollar stammten aus dem Verkauf von Stammaktien der Klasse A, weitere 377 Millionen aus dem Verkauf sogenannter „Stretch"-Vorzugsaktien – mit einem Abschlag auf den Nennwert. Damit finanzierte das Unternehmen den Kauf vollständig über Kapitalmarktemissionen.

Kritiker weisen auf die Verwässerungseffekte hin: Für die vergangenen sieben wöchentlichen Bitcoin-Käufe hat Strategy insgesamt rund 1,7 Milliarden Dollar in Stammaktien und etwa 470 Millionen Dollar in Vorzugsaktien emittiert. Wer hochverzinsliche Instrumente mit Renditen von 8 bis 11,5 Prozent nutzt, um Bitcoin zu kaufen, erhöht den Druck auf die Wirtschaftlichkeit des Modells – insbesondere wenn die Finanzierungskosten weiter steigen müssten, um Käufer anzulocken.

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B. Riley steigt mit Kaufempfehlung ein

Analyst Fedor Shabalin von B. Riley Securities nahm die Aktie am 10. März mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 175 Dollar auf. Er verwies darauf, dass Strategy seit dem Bitcoin-Hoch Anfang Oktober vergangenen Jahres mehr als 60 Prozent verloren hat – stärker als Bitcoin selbst, das in diesem Zeitraum rund 45 Prozent einbüßte.

Das Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Nettoinventarwert (mNAV) sei deutlich von seinem Höchststand von 3,4 im Jahr 2024 gefallen, was Shabalin als attraktiven Einstiegspunkt wertet. Er hebt zudem hervor, dass Strategy eine Art „digitale Kreditplattform" aufgebaut hat – bestehend aus Stammaktien, fünf Klassen von Vorzugsaktien und rund 2,25 Milliarden Dollar Barreserven.

Gesamtbestand überschreitet 738.000 BTC

Mit dem jüngsten Kauf hält Strategy nun 738.731 Bitcoin, erworben für insgesamt rund 56 Milliarden Dollar zu einem Durchschnittspreis von etwa 75.862 Dollar. Das entspricht mehr als 3,4 Prozent des auf 21 Millionen Coins begrenzten Bitcoin-Gesamtangebots – und macht Strategy zum weltweit größten börsennotierten Bitcoin-Halter.

Die Aktie hat sich zuletzt von ihrem Jahrestief bei rund 106 Dollar auf etwa 120 Dollar erholt, bleibt aber weit unter den Niveaus des Vorjahres. Ob das Modell trägt, hängt letztlich davon ab, wie sich Bitcoin entwickelt – und ob Strategy seine Finanzierungskapazitäten von noch rund 6,7 Milliarden Dollar im Stammaktien-Programm und 3,16 Milliarden Dollar in STRC-Vorzugsaktien weiterhin zu vertretbaren Konditionen nutzen kann.

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