Strategy Inc., ehemals MicroStrategy, drückt beim Bitcoin-Kauf weiter aufs Gaspedal. Obwohl der Kurs der eigenen Aktie und der Kryptowährung in den vergangenen Monaten deutlich Federn lassen mussten, investiert das Unternehmen Milliarden in neue Coins. Möglich macht diesen aggressiven Kurs ein spezielles Finanzierungsinstrument, das nun Rekordumsätze verzeichnet.

Milliarden-Investments durch Vorzugsaktien

Allein zwischen dem 2. und 8. März sicherte sich der Softwarekonzern laut Pflichtmitteilung fast 18.000 weitere Bitcoin. Schätzungen zufolge folgten am gestrigen Donnerstag noch einmal rund 4.000 Coins. Das frische Kapital für diese Offensive stammt zunehmend nicht mehr aus dem Verkauf gewöhnlicher Stammaktien. Stattdessen nutzt Strategy massiv seine Vorzugsaktien (STRC).

Diese Papiere locken festverzinsliche Investoren mit einer jährlichen Dividendenrendite von etwa 11,5 Prozent. Durch eine kürzlich angepasste Vertriebsstruktur kann das Unternehmen diese Anteile nun deutlich schneller am Markt platzieren und die Erlöse direkt in die Kryptowährung umwandeln.

Ein riskantes Rechenspiel

Mittlerweile kontrolliert Strategy rund 3,5 Prozent aller jemals existierenden Bitcoin. Der durchschnittliche Kaufpreis der Reserven liegt bei knapp 76.000 US-Dollar pro Coin. Genau hier liegt die aktuelle Herausforderung: Der Bitcoin-Kurs ist seit seinem Höchststand im vergangenen Oktober um fast die Hälfte eingebrochen.

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Strategy zahlt Investoren hohe Zinsen, um einen Vermögenswert zu kaufen, der momentan unter dem eigenen Einstandspreis notiert. Die Rechnung geht langfristig nur auf, wenn die Kryptowährung schneller an Wert gewinnt, als die Zinslast des Unternehmens wächst.

Analysten sehen Einstiegschance

An der Wall Street stößt diese unkonventionelle Kapitalstruktur durchaus auf Zustimmung. Mehrere Analysten bewerten die Papiere trotz des jüngsten Kursrutschs positiv:

  • B. Riley Securities: Startet die Bewertung mit einem "Buy"-Rating und lobt die soliden Barreserven von 2,25 Milliarden US-Dollar.
  • BTIG: Bestätigt die "Buy"-Einstufung mit einem Kursziel von 250 US-Dollar.
  • Mizuho: Hält an "Outperform" fest, senkt das Ziel aber wegen schwächerer Bitcoin-Preise auf 320 US-Dollar.

Diese optimistischen Kursziele stehen im Kontrast zur jüngsten Marktrealität. Auf Sicht von zwölf Monaten hat die Aktie fast 50 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 121,65 Euro.

Strategy setzt damit alles auf eine baldige Erholung des Kryptomarktes. Das Management finanziert die Zukäufe bewusst über Vorzugsaktien, um die Verwässerung für reguläre Aktionäre in Grenzen zu halten. Der Erfolg dieses Akkumulationskurses hängt nun direkt davon ab, ob die erhoffte breite Akzeptanz von Bitcoin – gestützt durch neue regulatorische Rahmenbedingungen in den USA – den Preis wieder deutlich über die Marke von 76.000 US-Dollar treibt.

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