Strategy hat sein milliardenschweres Kapitalrahmenprogramm erneut aufgelegt — diesmal mit einem Volumen von 42 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig liegt der durchschnittliche Bitcoin-Kaufpreis des Unternehmens über dem aktuellen Marktpreis. Eine unbequeme Kombination.

Das neue Finanzierungsprogramm

Das frische ATM-Programm teilt sich in 21 Milliarden Dollar Stammaktien der Klasse A und 21 Milliarden Dollar der variabel verzinsten Vorzugsaktien (STRC) auf. Hinzu kommt ein separates ATM-Programm über 2,1 Milliarden Dollar für die STRK-Vorzugsaktien, das ein älteres Programm ablöst. Der Startschuss für das neue Stammaktien-Programm fiel am 23. März 2026. Gleichzeitig erweiterte Strategy sein Vertriebsnetzwerk auf nun 19 Agenten.

Für Stammaktionäre steckt in diesem Modell ein strukturelles Problem: Laut Prospektzusatz müssen Käufer der neuen Stammaktien eine sofortige Verwässerung des anteiligen Nettobuchwertes von rund 98,78 Dollar je Aktie einkalkulieren. Jede neue Aktie, die zur Bitcoin-Finanzierung ausgegeben wird, verkleinert den Anteil bestehender Aktionäre. Greift Strategy stattdessen auf Vorzugsaktien zurück, entgeht es zwar dieser Verwässerung — nimmt dafür aber eine feste Dividendenverpflichtung von 11,5 Prozent jährlich in Kauf.

Bitcoin-Bestand im Minus

Strategy hält aktuell 762.099 Bitcoin, erworben zu einem Gesamtpreis von rund 57,69 Milliarden Dollar. Das ergibt einen durchschnittlichen Einstandspreis von etwa 75.700 Dollar je Coin — während Bitcoin derzeit bei rund 70.000 Dollar notiert. Der gesamte Bestand liegt damit rechnerisch im Minus.

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Allein im März 2026 kaufte das Unternehmen innerhalb von zwei Wochen Bitcoin im Wert von über 1,6 Milliarden Dollar, zuletzt 1.031 Coins für 76,6 Millionen Dollar. Mit mehr als 3,4 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots ist Strategy der weltweit größte Unternehmenshalter der Kryptowährung.

Analysten und Kritiker

Das Meinungsbild ist gespalten. Optimisten wie Benchmark und Cantor Fitzgerald sehen Strategy als effizientesten Weg zu gehebeltem Bitcoin-Engagement und halten hohe Kursziele aufrecht. 14 Analysten vergeben im Schnitt das Rating „Strong Buy" mit einem 12-Monats-Kursziel von 349,15 Dollar. Kritiker hingegen verweisen auf die Schuldenlast von über 8,2 Milliarden Dollar in Wandelanleihen und warnen vor einem sich selbst verstärkenden Abwärtsszenario, sollte der Bitcoin-Preis weiter fallen.

Die Aktie notiert aktuell deutlich unterhalb ihrer 50-Tage- und 200-Tage-Durchschnitte und hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 54 Prozent an Wert verloren. Mit einem Bitcoin-Bestand unter Wasser und einem frisch gestarteten 42-Milliarden-Programm, das auf weiteres Kapital angewiesen ist, hängt vieles davon ab, wie sich der Kryptomarkt im zweiten Quartal entwickelt.

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