Der österreichische Energie- und Chemiekonzern OMV überzeugt mit Jahreszahlen, die über den Markterwartungen liegen. Der bereinigte Nettogewinn 2025 erreichte 1,94 Milliarden Euro – 2,6 Prozent mehr als Analysten prognostiziert hatten. Zudem überrascht der Vorstand mit einer höheren Dividende als erwartet.

Die wichtigsten Fakten:

  • Bereinigtes operatives Ergebnis: 4,6 Milliarden Euro
  • Operativer Cashflow: 5,2 Milliarden Euro
  • Nettoverschuldung: 3,6 Milliarden Euro bei niedrigem Verschuldungsgrad von 14 Prozent
  • Vorgeschlagene Gesamtdividende: 4,40 Euro je Aktie (Konsens: 4,35 Euro)

Dividende steigt über vier Jahre um 30 Prozent

Besonders bemerkenswert: Die reguläre Dividende von 3,15 Euro wird durch eine Sonderdividende von 1,25 Euro ergänzt. Über einen Zeitraum von vier Jahren erhöht OMV die reguläre Ausschüttung damit um mehr als 30 Prozent. Die Hauptversammlung am 27. Mai wird über die Auszahlung entscheiden.

Die Bilanzstruktur gibt dafür Spielraum. Mit einem Verschuldungsgrad von nur 14 Prozent verfügt der Konzern über finanzielle Stabilität.

Segmente entwickeln sich unterschiedlich

Im Geschäftsbereich Chemicals legte das operative Ergebnis um 71 Prozent auf 784 Millionen Euro zu. Treiber waren die Umklassifizierung der Borealis-Gruppe und verbesserte Olefin-Margen.

Der Bereich Fuels steigerte sein bereinigtes operatives Ergebnis um 20 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Höhere Raffineriemargen machten sich hier bezahlt.

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Rückläufig entwickelte sich hingegen Energy: Der Ergebnisbeitrag sank um 29 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Niedrigere Ölpreise und negative Markteffekte belasteten das Segment.

Börsengang für Borouge-Fusion geplant

OMV-Finanzvorstand Reinhard Florey bestätigte strategische Weichenstellungen. Die fusionierte Borouge Group International soll Ende 2027 an der Wiener Börse notiert werden – nach einer vorherigen Listung in Abu Dhabi.

Hintergrund ist die im März 2025 vereinbarte Zusammenführung der Beteiligungen von OMV und ADNOC an Borealis und Borouge. Der entstehende globale Polyolefin-Konzern wird mit einem Unternehmenswert von 60 Milliarden US-Dollar bewertet.

Prognose für 2026

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet OMV mit organischen Investitionen von rund 3,2 Milliarden Euro. Die Kohlenwasserstoff-Produktion soll leicht unter 300.000 Barrel Öläquivalent pro Tag liegen, die Raffinerieauslastung in Europa über 90 Prozent erreichen.

Der Konzern kalkuliert mit einem durchschnittlichen Brent-Ölpreis von etwa 65 US-Dollar pro Barrel. Analysten werten die Gesamtentwicklung als solide Performance in einem anspruchsvollen Marktumfeld.

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