Strategy Aktie: 70% Verlust
Strategy (ehemals MicroStrategy) hat mit seiner aggressiven Bitcoin-Strategie lange polarisiert. Nun zeigt sich die Kehrseite: Die Aktie ist auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr gestürzt – während das Unternehmen unbeirrt weiter Bitcoin kauft. Der Kurs liegt mittlerweile unter dem Wert der gehaltenen Bitcoin-Bestände. Was steckt hinter dem dramatischen Absturz?
Aktie fällt auf 15-Monats-Tief
Am Donnerstag schloss die Strategy-Aktie bei 143,19 US-Dollar – ein Minus von 9,63 Prozent. Damit markierte der Titel den niedrigsten Stand seit September 2024. Vom Höchststand hat die Aktie inzwischen rund 70 Prozent verloren.
Verantwortlich für den Kursrutsch ist der breite Ausverkauf am Kryptomarkt. Bitcoin fiel um 6,7 Prozent, Ethereum verlor 7,6 Prozent. Die Gesamtkapitalisierung des Kryptomarktes schrumpfte binnen 24 Stunden um sechs Prozent. Strategy als größter institutioneller Bitcoin-Halter bekommt solche Bewegungen ungefiltert zu spüren.
Bitcoin-Käufe trotz Gegenwinden
Trotz der Marktturbulenzen setzt Strategy seine Akkumulationsstrategie fort. Am 26. Januar kaufte das Unternehmen 2.932 Bitcoin für 264,1 Millionen US-Dollar – durchschnittlich 90.061 US-Dollar pro Coin. Allein im Januar 2026 erwarb Strategy insgesamt rund 40.147 Bitcoin in vier Tranchen:
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- Januar: 1.283 BTC für 116 Mio. USD
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- Januar: 13.627 BTC für 1,247 Mrd. USD
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- Januar: 22.305 BTC für 2,125 Mrd. USD
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- Januar: 2.932 BTC für 264 Mio. USD
Der Gesamtbestand liegt nun bei 712.647 Bitcoin. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten belaufen sich auf 76.037 US-Dollar pro Bitcoin – bei Gesamtausgaben von 54,19 Milliarden US-Dollar.
Strukturelles Problem wird sichtbar
Die Finanzierung des jüngsten Kaufs offenbart ein wachsendes Problem: Strategy verkaufte 1,57 Millionen Stammaktien und generierte damit 257 Millionen US-Dollar. Zusätzlich flossen sieben Millionen US-Dollar aus dem Verkauf von Vorzugsaktien.
Das Problem: Die Aktie handelt mittlerweile unter ihrem rechnerischen Bitcoin-Wert. Analysten sprechen von einem Market-to-Net-Asset-Value-Verhältnis unter 1,0. Früher funktionierte das Geschäftsmodell, weil Strategy Aktien mit Aufschlag auf den Bitcoin-Wert ausgeben und so seine Bestände steigern konnte. Bei einem Abschlag wird dieser Hebel negativ.
Analysten gespalten
Die Analystengemeinde zeigt sich uneinig. Cantor Fitzgerald bleibt optimistisch mit einem Kursziel von 213 US-Dollar und "Overweight"-Rating. Mizuho hält an "Outperform" fest, senkte aber das Kursziel. TD Cowen empfiehlt weiterhin "Buy", passte die Zielmarke jedoch nach unten an.
Strategy erhöhte unterdessen die jährliche Dividende auf seine Vorzugsaktien von 10,75 auf 11,00 Prozent. Das Unternehmen kontrolliert inzwischen etwa 3,4 Prozent des maximalen Bitcoin-Angebots von 21 Millionen Coins – mehr als jede andere Firma weltweit.
Der Ausverkauf traf auch andere krypto-fokussierte Unternehmen. Ob Strategy seine Strategie unter den veränderten Vorzeichen weiterführen kann, hängt maßgeblich von der Bitcoin-Preisentwicklung und der Rückkehr zu einem Aufschlag gegenüber dem Nettovermögenswert ab.
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