Strategy zieht sein Bitcoin-Programm weiter durch – und zwar in einem Tempo, das selbst für Krypto-affine Anleger bemerkenswert ist. Hinter dem jüngsten Zukauf steckt nicht nur Überzeugung, sondern auch ein klarer Finanzierungsmechanismus über den Kapitalmarkt. Wie lange kann dieses Modell den Bestand weiter wachsen lassen, ohne die Aktie zu verwässern?

Der jüngste Kauf – und was dahintersteht

Laut einer SEC-Meldung vom 26. Januar kaufte Strategy zwischen dem 20. und 25. Januar 2.932 Bitcoin für rund 264,1 Mio. US-Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 90.061 US-Dollar pro Coin – also über dem bisherigen Durchschnittspreis des gesamten Bestands.

Damit kletterten die gesamten Bitcoin-Bestände auf 712.647 BTC. Insgesamt investierte das Unternehmen dafür (inklusive Gebühren und Kosten) rund 54,2 Mrd. US-Dollar. Der durchschnittliche Einstandspreis über alle Käufe liegt bei 76.037 US-Dollar je Bitcoin.

Bei einem Bitcoin-Preis von etwa 88.500 US-Dollar beziffert Strategy den Wert seiner Treasury auf rund 62,5 Mrd. US-Dollar. Daraus ergeben sich nicht realisierte Buchgewinne von schätzungsweise 8,3 Mrd. US-Dollar.

Finanzierung über Aktien – mit viel Spielraum

Der Hebel hinter der Strategie ist erneut die Finanzierung über ein „At-the-market“-Programm (ATM), also laufende Aktienverkäufe in den Markt hinein:

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  • Stammaktien: 1.569.770 Aktien verkauft, rund 257 Mio. US-Dollar Nettoerlös
  • Vorzugsaktien (STRC): 70.201 Aktien, zusätzliche 7 Mio. US-Dollar

Auffällig: Strategy hat nach eigenen Angaben weiterhin erhebliche Feuerkraft. Im ATM-Programm für Stammaktien sind noch rund 8,17 Mrd. US-Dollar verfügbar, die grundsätzlich für weitere Käufe genutzt werden könnten.

Gleichzeitig gilt: Mehr Bitcoin gehen hier Hand in Hand mit mehr Aktien. Per 26. Januar meldete das Unternehmen 364,2 Mio. verwässerte Aktien.

Index-Entscheidung nimmt Druck aus der Debatte

Ein zweiter wichtiger Punkt kommt von MSCI. Der Indexanbieter hat seine Überprüfung zu „Digital Asset Treasury“-Firmen abgeschlossen und entschieden, solche Unternehmen nicht aus großen globalen Aktienindizes auszuschließen.

Das ist relevant, weil zuvor monatelang die Sorge im Raum stand, MSCI könnte Firmen mit mehr als 50% Vermögen in digitalen Assets als „fondsähnlich“ einstufen – und damit aus Indizes drängen. Diese Angst ist vorerst vom Tisch, während MSCI weiter daran arbeitet, operative Firmen sauber von Investment-ähnlichen Konstrukten abzugrenzen.

Januar: Zukäufe im Akkord

Allein im Januar hat Strategy laut Übersicht insgesamt rund 40.147 BTC zugekauft – für mehr als 3,7 Mrd. US-Dollar. Der jüngste Kauf reiht sich damit in eine Serie großer Tranchen ein, die den Bestand systematisch nach oben schieben.

Auch an der Börse spiegelt sich die angespannte Lage wider: Die Aktie notiert heute bei 131,65 € und markiert damit ihr 52-Wochen-Tief.

Am 5. Februar 2026 legt Strategy die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor und veranstaltet dazu um 17 Uhr ET ein Live-Video-Webinar. Dann wird sich zeigen, wie das Management die Balance zwischen weiterer Bitcoin-Expansion, Kapitalmarktfinanzierung und der zunehmenden Verwässerung erklärt.

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