Bereits im Jahr 2024 konnte Strabag nach einem 20-jährigen Rechtsstreit bei einem Schiedsverfahren Schadenersatz gegen Deutschland geltend machen. Hintergrund waren Offshore-Windkraftprojekte in der Nordsee. Nachdem Deutschland die gesetzliche Lage änderte, sah der österreichische Konzern seine Investitionen als vernichtet an und will sich dieses Geld nun zurückholen. Es geht um rund 335 Millionen Euro.

Trotz Schiedsspruch wollte Deutschland allerdings bislang nicht zahlen. Der EuGH urteilte zwischenzeitlich, dass der im Schiedsspruch bemühte Energiecharte-Vertrag für Streitigkeiten innerhalb der EU nicht anwendbar sei. Folglich könnten solche Urteile innerhalb der EU auch nicht vollstreckt werden. Um dies zu umgehen, wandte sich Strabag im vergangenen Jahr an ein Bezirksgericht in Washington D.C, und das nach Ansicht von Experten mit guten Erfolgsaussichten.

Strabag braucht noch Geduld

Letzteres Verfahren ist nun aber ins Stocken geraten. Wie "Der Standard" berichtet, strebt Deutschland ein Annulment-Proceeding an, um den ursprünglichen Schiedspruch annullieren zu lassen. Bis über diesen Antrag entschieden wurde, hat die zuständige Richterin in den USA das Verfahren ausgesetzt. Strabag rechnet nun frühestens im kommenden Jahr mit einer finalen Entscheidung.

Es dauert also wohl noch etwas länger, bis möglicherweise Geld fließt. Der Standard zitiert jedoch den Juristen Gabriel Lentner, der weiterhin gute Chancen für Strabag erkennt. Letztlich zähle das Völker- und nicht das Europarecht. Ob die Richter die Angelegenheit ähnlich einschätzen mögen, das lässt sich nun wohl nur abwarten.

Nebensächlichkeiten

Wie bei so vielen Aktien in dieser Woche wurde die Strabag-Aktie vom eigenen Newsflow kaum weiter beeinflusst. Im Vordergrund stand und steht der Irankrieg. Trotz des einen oder anderen Erholungsversuch ließ jener die Märkte in den roten Bereich driften. Dem konnte sich die Aktie von Strabag nicht entziehen, welche auf Wochensicht Abschläge von 5,4 Prozent verdauen muss. Zu Handelsschluss am Freitag standen in Wien 89,50 Euro auf der Anzeigetafel.

Strabag-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Strabag-Analyse vom 07. März liefert die Antwort:

Die neusten Strabag-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Strabag-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Strabag: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...