Die ungarische Autobahn M30 ließ die Gemüter in der jüngeren Vergangenheit des Öfteren hochkochen. Fertiggestellt wurde die 57 Kilometer lange Strecke erst im Jahr 2021. Keine drei Jahre später musste sie allerdings schon wieder geschlossen werden, da es auf einem 150 Meter langem Teilstück zu einer massiven Absackung kam. Laut dem Baukonzern Strabag war jene im Vorfeld nicht vorhersehbar.

Die Behebung des Problems nahm viel Zeit in Anspruch, was den ungarischen Minister für Bau und Verkehr János Lázár dezent in Ungeduld verfallen ließ. In den sozialen Medien wetterte Lázár immer wieder gegen Strabag, und das mit deftigen Worten sowie teils unter Verwendung von Fäkalsprache. Auch die eine oder andere Drohung wurde gegen den österreichischen Baukonzern ausgesprochen. Kurz vor dem Jahreswechsel konnte die Strecke nun endlich wieder freigegeben werden.

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Strabag und Lázár werden so schnell keine Freunde

Damit scheint alles wieder in bester Ordnung zu sein, doch der ungarische Minister ist weiterhin nicht allzu gut auf Strabag zu sprechen. Dem Konzern wird vorgeworfen, die ungarische Bevölkerung hinters Licht geführt und unaufrichtig gehandelt zu haben. Man habe das Unternehmen jedoch "zur Rechenschaft gezogen", was auch immer das bedeuten mag. Im Raum steht unter anderem der Vorwurf, dass eine bis Ende Oktober in Aussicht gestellte Frist nicht eingehalten worden sei.

Von einer solchen Frist weiß man bei Strabag allerdings nichts. Ob dem Unternehmen nennenswerte Konsequenzen drohen, darf bezweifelt werden. Vieles spricht dafür, dass Lázár sich in den sozialen Medien in bester populistischer Manier vor allem selbst inszenieren wollte. Da kommt eine lange gesperrte Autobahn natürlich gerade recht, welche sowohl bei Autofahren als auch Anwohnern von Umgehungsstraßen ordentlich auf die Nerven gegangen ist.

Strabag kann entspannt bleiben

Allzu große Sorgen muss Strabag sich um die Angelegenheit nicht machen. Der Baukonzern bleibt für den Straßenbau unverzichtbar und auch in Ungarn wird man sehr wahrscheinlich weiterhin Aufträge nach Österreich vergeben. Denn die Alternativen sind rar gesät. Vollkommen zu Recht verfolgten die Anleger die Entwicklung rund um die M30 daher von Beginn an eher entspannt und ohne nennenswerte Reaktionen, welche den Kurs der Strabag-Aktie beeinflusst hätten.

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