Bereits im vergangenen Sommer unterzeichnete Strabag einen Kaufvertrag für die Übernahme der Stumpp-Gruppe. Bisher erhielten die beiden Unternehmen aber noch nicht die kartellrechtliche Freigabe, um das Ganze auch über die Bühne zu bringen. Wie nun unter anderem bei "bau.bi" zu lesen ist, konnte das Kartellamt sich wohl zu einer Genehmigung hinreißen lassen, verbindet dies jedoch mit einer Auflage.

Bevor das Closing stattfinden kann, wird das Walzasphaltmischwerk in Zimmern an einen unabhängigen Erwerber verkauft werden müssen. Ohne diese Maßnahme erkennen die Wettbewerbshüter die Möglichkeit, dass der Marktanteil von Strabag in der Region zwischen Stuttgart und dem Bodensee über die Schwelle von 40 Prozent gelangen könnte. Üblich seien in der Branche Marktanteile von unter 15 Prozent.

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Strabag auf der Suche

Wie den Medienberichten zu entnehmen ist, haben Strabag und Stumpp eine eben solche Lösung wohl selbst vorgeschlagen, weshalb sie mit dem Urteil vermutlich zufrieden sein dürften. Kommentiert scheint der Konzern das Ganze aber noch nicht zu haben und grundsätzlich wäre eine Anfechtung noch möglich. Bleibt eine solche aus, so wird Strabag sich nun vor allem darum kümmern müssen, einen Käufer zu finden.

Ein solcher sollte nach den Wünschen des Kartellamts nicht nur unabhängig sein, sondern auch einen dauerhaften Fortbestand der Anlage sicherstellen können. Ob Strabag bereits einen Käufer in Aussicht hat, ist nicht überliefert. Unter dem Strich scheinen die Hürden aber überwindbar, welche einem Abschluss der anvisierten Fusion noch im Wege stehen.

Strabag reiht sich ein

An der Börse findet das Thema eher weniger Beachtung. Dort herrscht auch am Dienstag aufgrund des Kriegs im Nahen Osten sowie sprunghafter Anstiege bei Öl- und Gaspreisen Verkaufslaune. Die Börsianer trennen sich hastig von Aktien und versuchen, sich in sichere Häfen wie Gold zu retten. Ob das der richtige Weg ist oder doch vielleicht etwas zu hastig geschieht, sei dahingestellt. Der Strabag-Aktie brockt das Sentiment heute Kursverluste von 5,4 Prozent bis zum Handel am Mittag ein.

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