Stellantis steht vor einem schmerzhaften Kassensturz. Wenn der Automobilkonzern am Donnerstag seine Bilanz für das Jahr 2025 vorlegt, wird ein historischer Einschnitt sichtbar: Zum ersten Mal seit der Firmengründung im Jahr 2021 droht ein Jahresverlust. Massive Abschreibungen und eine strategische Neuausrichtung zeigen, wie hart der Konzern mit der schleppenden E-Auto-Nachfrage zu kämpfen hat. Ist mit diesem radikalen Schnitt der Boden für die Aktie bereitet?

Die Folgen der E-Auto-Fehleinschätzung

Hinter dem erwarteten Milliardenverlust steht ein massiver strategischer Reset. Im zweiten Halbjahr 2025 verbuchte Stellantis Abschreibungen in Höhe von 22,2 Milliarden Euro. Der Konzern reagiert damit auf eine Fehleinschätzung des Marktes: Der Übergang zur Elektromobilität verlief deutlich langsamer als geplant, während sich die Wünsche der Kunden kurzfristig verschoben haben.

Die Konsequenzen sind drastisch. Stellantis strich unter anderem die Entwicklung des elektrischen Hoffnungsträgers Ram 1500 BEV. Allein für die Anpassung der Produktpläne fielen Kosten in Höhe von 14,7 Milliarden Euro an. Hinzu kamen Belastungen durch den Rückbau von Lieferketten für Elektrofahrzeuge sowie Rückstellungen für Garantieleistungen. Um liquide Mittel freizusetzen, trennte sich das Unternehmen zudem von seiner 49-prozentigen Beteiligung an NextStar Energy.

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Strategiewechsel und Sparzwang in den USA

Um die Profitabilität wiederherzustellen, setzt Stellantis auf einen personellen und operativen Umbau in Nordamerika. Seit dem 23. Februar führt der ehemalige General-Motors-Manager Marcelo Conti den Einkauf in der Region. Seine Aufgabe ist es, die Kostenkontrolle zu verschärfen und die Lieferbeziehungen zu stabilisieren.

Dieser Führungswechsel ist eng mit einem umfangreichen Investitionsprogramm verknüpft. In den kommenden vier Jahren will Stellantis 13 Milliarden US-Dollar in seine US-Standorte investieren. Geplant sind fünf neue Fahrzeugmodelle und die Schaffung von über 5.000 Arbeitsplätzen. Ziel ist es, die Marktposition in der strategisch wichtigen Region durch eine effizientere Kostenstruktur abzusichern.

Ausblick auf 2026

Die finanzielle Lage spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider, der innerhalb der letzten zwölf Monate rund 51 Prozent an Wert verloren hat und aktuell bei 6,50 Euro notiert. Aufgrund des hohen Nettoverlusts im zweiten Halbjahr 2025, der schätzungsweise zwischen 19 und 21 Milliarden Euro liegen wird, hat das Management die Dividende für das Jahr 2026 bereits gestrichen.

Trotz der aktuellen Krise strebt CEO Antonio Filosa für das laufende Jahr 2026 eine Rückkehr in die Gewinnzone an. Der Konzern erwartet ein moderates Umsatzwachstum und eine positive operative Marge im niedrigen einstelligen Bereich. Mit einer Liquidität von rund 46 Milliarden Euro verfügt das Unternehmen über ein ausreichendes Polster für den Umbau. Ein detaillierter langfristiger Strategieplan soll den Investoren am 21. Mai 2026 vorgestellt werden.

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