Die Stellantis-Aktie ist am Freitag brutal abgestürzt. Minus 25 Prozent auf das tiefste Niveau seit Gründung des Konzerns im Jahr 2021. Der Auslöser: Der Autobauer nimmt Abschreibungen in Höhe von 22,2 Milliarden Euro vor – hauptsächlich im Elektroauto-Geschäft. Die Aktie hat damit weniger Marktwert als die Höhe der Abschreibung selbst.

Rückzug aus der E-Mobilität

CEO Antonio Filosa macht reinen Tisch. "Die heute angekündigten Belastungen spiegeln größtenteils die Kosten einer Überschätzung des Tempos der Energiewende wider", erklärte der Konzernchef. Man habe sich zu weit von den realen Bedürfnissen, Möglichkeiten und Wünschen der Autokäufer entfernt. Die Strategie wird radikal umgestellt: Mehr Verbrenner und Hybride statt batterieelektrischer Fahrzeuge.

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Die Abschreibungen verteilen sich auf mehrere Bereiche. Der Hauptposten betrifft die Neuausrichtung der Modellpalette an veränderte Kundenpräferenzen und neue US-Emissionsregeln. Dazu kommen Reduzierungen in der E-Auto-Lieferkette, höhere Garantierückstellungen wegen schlechter Produktqualität und bereits angekündigte Stellenstreichungen in Europa. Von den 22,2 Milliarden Euro sind rund 6,5 Milliarden Euro tatsächliche Zahlungen, die über vier Jahre ab 2026 an Zulieferer fließen sollen.

Bereits zweiter Kurssturz

Für das zweite Halbjahr 2025 rechnet Stellantis mit einem Nettoverlust zwischen 19 und 21 Milliarden Euro. Eine Dividende wird es dieses Jahr nicht geben. Der operative Cashflow im zweiten Halbjahr dürfte zwischen 1,4 und 1,6 Milliarden Euro negativ ausfallen. Um die Bilanz zu stützen, plant der Konzern die Ausgabe von bis zu 5 Milliarden Euro in nachrangigen Hybridanleihen. Die verfügbare Liquidität lag zum Jahresende bei etwa 46 Milliarden Euro.

Filosa räumt seit seinem Amtsantritt im Juni 2025 mit den aggressiven Elektrifizierungsplänen seines Vorgängers Carlos Tavares auf. Dessen forcierter E-Auto-Kurs hatte zu einem anhaltenden Absatzrückgang in Europa und dem einstigen Gewinnbringer Nordamerika geführt. Erst am Donnerstag verkaufte Stellantis seinen 49-Prozent-Anteil an einem Batterie-Joint-Venture in Kanada an den südkoreanischen Partner LG Energy Solution.

Citi-Analysten bezeichneten das Ausmaß der Abschreibung als Negativüberraschung – insbesondere den hohen Anteil von 6,5 Milliarden Euro tatsächlicher Zahlungen über vier Jahre verteilt. Stellantis ist nun der jüngste westliche Autobauer, der seine E-Auto-Ambitionen zurückschraubt. Auch Ford und General Motors hatten zuvor bereits massive Abschreibungen vorgenommen.

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