SoftBank Aktie: Arm greift den Servermarkt an
SoftBank baut seinen KI-Einfluss auf zwei Fronten gleichzeitig aus. Während der japanische Konzern mit einem 40-Milliarden-Dollar-Kredit seine OpenAI-Beteiligung weiter aufstockt, wagt Tochterunternehmen Arm Holdings einen fundamentalen Strategiewechsel — weg vom reinen Lizenzgeschäft, hin zum eigenen Chip-Hersteller.
Rekorddarlehen für OpenAI-Beteiligung
Am 27. März 2026 schloss SoftBank einen unbesicherten Überbrückungskredit über 40 Milliarden Dollar ab — die größte auf US-Dollar lautende Kreditaufnahme in der Unternehmensgeschichte. Ein Konsortium aus JPMorgan Chase, Goldman Sachs, Mizuho Bank, Sumitomo Mitsui Banking Corp und MUFG Bank zeichnet die Fazilität, die bis zum 25. März 2027 läuft. SoftBank plant, den Kredit schrittweise durch Vermögensverkäufe und operativen Cashflow zurückzuzahlen.
Der Großteil der Mittel — 30 Milliarden Dollar — fließt als Folgeinvestition in OpenAI. Zusammen mit einer früheren Zusage über 30 Milliarden Dollar aus dem Vision Fund 2 würde SoftBanks kumuliertes Engagement in OpenAI auf rund 64,6 Milliarden Dollar steigen. Das entspräche einer Beteiligung von etwa 13 Prozent am KI-Entwickler.
Datenzentrum in Ohio, Arm im Servermarkt
Die Finanzierung ist eingebettet in das sogenannte Stargate-Projekt, eine gemeinsame Initiative zum Aufbau von KI-Infrastruktur im Volumen von 500 Milliarden Dollar über vier Jahre. Konkret plant SoftBank ein Rechenzentrum- und Energieprojekt im Wert von 33,3 Milliarden Dollar in Piketon, Ohio. Die Anlage soll eine Kapazität von zehn Gigawatt erreichen und damit zu einem der größten KI-Rechenzentren weltweit werden. SoftBank-Tochter SB Energy übernimmt den Bau eines 9,2-Gigawatt-Gaskraftwerks; zusätzlich investiert das Unternehmen 4,2 Milliarden Dollar in Leitungsausbau gemeinsam mit American Electric Power. Die erste Ausbaustufe mit 800 Megawatt soll Anfang 2028 fertiggestellt sein.
Parallel dazu vollzieht Arm Holdings einen strategischen Kurswechsel. Am 24. März 2026 stellte das Unternehmen seinen ersten selbst entwickelten Prozessor vor: den Arm AGI CPU, optimiert für sogenannte agentische KI-Workloads. Arm verlässt damit das reine IP-Lizenzmodell und verkauft künftig eigene Chips. Das Unternehmen peilt mit dieser Produktlinie bis 2031 einen Jahresumsatz von rund 15 Milliarden Dollar an — als Teil eines Gesamtziels von 25 Milliarden Dollar. Anvisiert ist dabei ein Marktanteil von etwa 15 Prozent im 100-Milliarden-Dollar-Markt für Server-CPUs, wo Arm künftig in direktem Wettbewerb mit etablierten Anbietern steht.
Mit dem AGI CPU setzt Arm auf ein Segment, das bislang von spezialisierten Anbietern dominiert wird. Ob die Umstellung vom Lizenzgeber zum Chip-Produzenten die prognostizierten Umsätze tatsächlich liefert, wird sich spätestens mit den ersten Verkaufszahlen nach dem geplanten Marktstart zeigen — ein Meilenstein, den Investoren genau verfolgen dürften.
SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 29. März liefert die Antwort:
Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








