SoftBank erlebt derzeit zwei Extreme. Während die Tochtergesellschaft PayPay ein fulminantes Börsendebüt an der Nasdaq feiert, gerät der Mutterkonzern unter Druck. Gigantische Investitionspläne im Bereich der Künstlichen Intelligenz rufen die Ratingagenturen auf den Plan und belasten das Kreditprofil schwer.

Erfolgreiches Börsendebüt

Der japanische Zahlungsdienstleister PayPay, an dem SoftBank die Mehrheit hält, legte in der vergangenen Woche einen starken Start an der Wall Street hin. Die Papiere kletterten deutlich über den Ausgabepreis von 16 US-Dollar und schlossen am Freitag bei über 21 Dollar. Das entspricht einer anfänglichen Bewertung von rund 12,7 Milliarden Dollar.

Für SoftBank ist dieser Börsengang der größte eines japanischen Unternehmens in den USA seit einem Jahrzehnt. Das operative Geschäft der Tochter wächst rasant, das jährliche Transaktionsvolumen überstieg zuletzt die Marke von 15 Billionen Yen. CEO Ichiro Nakayama stellte zudem eine mögliche Zweitnotierung in Tokio in Aussicht, um die Liquidität der Aktie weiter zu erhöhen und eine breitere Investorenbasis anzusprechen.

Milliarden-Kredit für KI-Wetten

Abseits des IPO-Glanzes verdunkelt sich das Bild der Konzernbilanz. Die Ratingagentur S&P senkte den Ausblick für SoftBank auf negativ. Verantwortlich dafür sind die massiven Expansionspläne im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Der Konzern will im laufenden Jahr weitere 30 Milliarden Dollar in drei Tranchen in das US-Startup OpenAI stecken und seinen Anteil auf 13 Prozent ausbauen.

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Um diese Summe zu finanzieren, strebt SoftBank einen Überbrückungskredit in Höhe von bis zu 40 Milliarden Dollar an. Es wäre die größte jemals in Dollar denominierte Kreditaufnahme des Unternehmens. Die Kosten für die Kreditausfallversicherungen (CDS) des Konzerns kletterten infolgedessen auf ein Elf-Monats-Hoch und markieren derzeit den höchsten Wert unter großen japanischen Unternehmen.

Verkäufe als Ausweg

S&P warnt ausdrücklich vor dem steigenden Klumpenrisiko. Mit der neuen Finanzspritze würde der Anteil nicht börsennotierter Aktien im SoftBank-Portfolio auf über 50 Prozent steigen. OpenAI allein entspräche dann 30 Prozent der gesamten Investmentanlagen – ein Niveau, das bisher nur der Chipdesigner Arm Holdings erreichte.

Um eine tatsächliche Herabstufung der Bonität zu vermeiden, muss das Management nun gegensteuern. Analysten von Bloomberg Intelligence gehen davon aus, dass der Konzern Vermögenswerte veräußern wird, um seine wichtige Verschuldungsquote (Loan-to-Value) zu verbessern. Bereits im vergangenen Jahr trennte sich Gründer Masayoshi Son von Anteilen an T-Mobile US und Nvidia, um seine KI-Strategie zu finanzieren.

Die Verteidigung des Ratings hängt im Jahr 2026 direkt von diesem Balanceakt ab. S&P stellte eine Anhebung des Ausblicks in Aussicht, sobald sich die Liquidität des Portfolios durch Börsengänge verbessert und die Verschuldungsquote durch gezielte Anlageverkäufe wieder sinkt.

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