SoftBank Aktie: Historische KI-Wette
Der japanische Technologiekonzern SoftBank macht ernst mit seinen Ambitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Auf dem Gelände einer stillgelegten Urananreicherungsanlage in Ohio entsteht ein gigantisches Rechenzentrum, das die amerikanische Infrastruktur grundlegend verändern soll. Mit einem geplanten Investitionsvolumen von 500 Milliarden US-Dollar für diesen einzigen Standort demonstriert CEO Masayoshi Son eindrucksvoll, in welchen Dimensionen der Konzern künftig denkt.
Ein Kraftwerk der Superlative
Das Projekt mit dem Namen „PORTS Technology Campus“ sprengt bisherige Maßstäbe. Geplant ist ein Rechenzentrum mit einer Kapazität von zehn Gigawatt, gepaart mit einer eigenen Stromerzeugung in gleicher Größenordnung – hauptsächlich durch neue Erdgaskraftwerke. Um diese Dimension einzuordnen: Ein einziges Gigawatt reicht aus, um rund 750.000 Haushalte gleichzeitig mit Energie zu versorgen. Im Endausbau würde der Campus mehr als die Hälfte der gesamten aktuell in den USA verfügbaren Rechenzentrumskapazität ausmachen.
Politische Allianzen und Handelsdeals
Der offizielle Spatenstich am vergangenen Freitag fand unter prominenter politischer Beteiligung statt. US-Handelsminister Howard Lutnick und Energieminister Chris Wright begleiteten Masayoshi Son nach Piketon. Lutnick bezeichnete das Vorhaben als die größte Wette auf ein Bauprojekt in der Geschichte. Die Hintergründe dieser Kooperation sind tief in der Geopolitik verwurzelt. Das Projekt ist Teil eines strategischen Handels- und Investitionsabkommens zwischen den USA und Japan. Im Gegenzug für von der Trump-Administration gesenkte Zölle fließen japanische Gelder in Milliardenhöhe in die amerikanische Infrastruktur.
Lokaler Gegenwind für die KI-Vision
SoftBank treibt mit dem Vorhaben seine breitere KI-Strategie voran, die auch Partnerschaften mit OpenAI und Oracle im Rahmen der sogenannten „Stargate“-Initiative umfasst. Die erste Bauphase für ein 800-Megawatt-Zentrum soll bereits in zwei Jahren ans Netz gehen. Gemeinsam mit dem lokalen Versorger AEP Ohio fließen zudem 4,2 Milliarden US-Dollar in den Ausbau des Stromnetzes und neue Übertragungsleitungen.
Allerdings stößt das Vorhaben vor Ort nicht nur auf Begeisterung. Wenige Tage vor dem Spatenstich reichten ländliche Anwohner eine Petition ein, um Mega-Rechenzentren per Verfassungsänderung in Ohio zu verbieten, da sie erhebliche Umweltauswirkungen fürchten. Um diese Bedenken zu zerstreuen, garantierte Son persönlich, dass die Stromrechnungen der Bürger durch das eigene Gaskraftwerk nicht steigen werden. Überschüssige Energie soll stattdessen in das regionale Netz fließen und die lokalen Stromkosten perspektivisch sogar senken. Mit dem für dieses Jahr geplanten Baubeginn transformiert SoftBank ein Relikt aus dem Kalten Krieg in den potenziell größten KI-Computerkomplex der Welt.
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