Der japanische Technologieinvestor SoftBank spürt den finanziellen Gegenwind seiner aggressiven KI-Strategie. Während die Tochtergesellschaft PayPay in dieser Woche ein erfolgreiches Börsendebüt an der Nasdaq feierte, rückt ein anderes Milliardenprojekt in den Fokus der Ratingagenturen. Die enormen Kapitalzusagen an OpenAI wecken zunehmend Sorgen über die finanzielle Stabilität des Konzerns.

Das teure Engagement bei OpenAI

Die Investmentbank Jefferies reagierte am Donnerstag mit einer Herabstufung auf „Underperform“ und sieht ein Abwärtspotenzial von rund 19 Prozent für die SoftBank-Papiere. Auslöser ist das massive finanzielle Engagement bei OpenAI. SoftBank beteiligte sich kürzlich mit 30 Milliarden US-Dollar an einer Finanzierungsrunde des ChatGPT-Entwicklers. Berichte über einen Quartalsverlust von 12 Milliarden US-Dollar bei OpenAI und eine jährliche Verbrennungsrate von über 50 Milliarden US-Dollar lassen Analysten aufhorchen.

Auch S&P Global Ratings senkte den Ausblick für SoftBank auf negativ. Um die KI-Investitionen weiter zu stützen, sucht der Konzern laut heutigen Bloomberg-Berichten nach einem Kredit in Höhe von 40 Milliarden US-Dollar.

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Lichtblick an der Nasdaq

Einen positiven Kontrast zur angespannten KI-Finanzierung lieferte der Börsengang der Fintech-Tochter PayPay. Die Aktie startete am Donnerstag mit 19 US-Dollar an der Nasdaq, was einem Aufschlag von 19 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis entsprach. Mit einer Bewertung von 12,7 Milliarden US-Dollar und Einnahmen von 880 Millionen US-Dollar ist es für SoftBank der wichtigste IPO seit dem Debüt von Arm im Jahr 2023.

Das Fintech brachte Ende 2025 bereits 72 Millionen Nutzer und ein Transaktionsvolumen von 100 Milliarden US-Dollar in die Waagschale. Die Investmentgesellschaft ARK Invest sicherte sich am ersten Handelstag direkt 275.000 Papiere des Unternehmens.

Wachsende Skepsis im Tech-Sektor

Die Entwicklung bei SoftBank reiht sich in eine breitere Neubewertung von KI-Investitionen ein. Obwohl Technologiegiganten im Jahr 2026 voraussichtlich fast 700 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur stecken werden, wächst die Vorsicht am Markt. Morningstar entzog kürzlich rund 40 Tech-Aktien ihren Status für langfristige Wettbewerbsvorteile und verwies auf die Unsicherheiten in der KI-Ära. Hinzu kommen makroökonomische Belastungen: Geopolitische Spannungen treiben den Ölpreis über die Marke von 100 US-Dollar, was die asiatischen Märkte, darunter den Nikkei 225, zum Wochenausklang zusätzlich drückte.

Mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 126,7 Milliarden US-Dollar muss SoftBank nun den Spagat zwischen Wachstum und Schuldenlast bewältigen. Der Ausgang der Verhandlungen über den angestrebten 40-Milliarden-Dollar-Kredit wird den kurzfristigen finanziellen Handlungsspielraum des Unternehmens im KI-Sektor maßgeblich definieren.

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