SoftBank Aktie: Riskantes Milliarden-Spiel
Der japanische Technologiekonzern SoftBank fährt derzeit zweigleisig. Während der Börsengang der Fintech-Tochter PayPay in den USA einen wichtigen Meilenstein markiert, wachsen an anderer Stelle die Sorgen der Investoren. Gigantische Kredite für KI-Investitionen und Unsicherheiten rund um das Projekt "Stargate" belasten die Bonität des Unternehmens.
Gemischte Signale beim PayPay-Börsengang
Am gestrigen Donnerstag feierte die digitale Zahlungsplattform PayPay ihr Debüt an der Nasdaq. Mit einem Volumen von knapp 880 Millionen US-Dollar ist es das größte US-Listing eines japanischen Unternehmens seit einem Jahrzehnt. Die Papiere starteten mit einem Plus von 14 Prozent bei 18,16 US-Dollar in den Handel und übertrafen damit den Ausgabepreis von 16 US-Dollar.
Trotz des positiven ersten Handelstages spiegelt die Emission eine gewisse Vorsicht des Marktes wider. Ursprünglich hatte das von SoftBank unterstützte Unternehmen eine Preisspanne von 17 bis 20 US-Dollar angepeilt. Die niedrigere Bewertung resultiert aus geopolitischen Spannungen und einer allgemeinen Marktvolatilität, die den Appetit auf Neuemissionen dämpfen. In Tokio reagierte die SoftBank-Aktie nach der Preisfestsetzung mit einem Abschlag von vier Prozent.
Milliarden-Wetten auf Künstliche Intelligenz
Der Börsengang fällt in eine unruhige Phase für den Mutterkonzern. Die aggressiven Ausgaben für Künstliche Intelligenz setzen das Kreditprofil von SoftBank unter Stress. S&P Global Ratings senkte kürzlich den Ausblick von "stabil" auf "negativ". Als Reaktion darauf stiegen die Kosten für Kreditausfallversicherungen (CDS) des Konzerns auf den höchsten Stand seit elf Monaten. Die Aktie rutschte in dieser Woche zeitweise um 12,5 Prozent ab und markierte den tiefsten Stand seit August 2025.
Hintergrund der Herabstufung ist eine beispiellose Finanzierungsrunde. SoftBank strebt einen einjährigen Überbrückungskredit über 40 Milliarden US-Dollar an, um seine Investitionen in OpenAI zu stemmen. Das Unternehmen hat seine Beteiligung an dem ChatGPT-Entwickler mittlerweile auf über zehn Prozent ausgebaut. Ratingagenturen befürchten nun, dass die Wiederherstellung der Portfolioqualität länger dauern könnte als bisher angenommen.
Physische Infrastruktur und starkes Kerngeschäft
Neben Software-Investitionen baut SoftBank auch die physische Basis für KI-Anwendungen aus. Für rund vier Milliarden US-Dollar plant der Konzern die Übernahme von DigitalBridge. Der Vermögensverwalter ist auf digitale Infrastruktur wie Rechenzentren und Glasfasernetze spezialisiert. Der Abschluss der Transaktion wird nach behördlichen Prüfungen für das zweite Halbjahr 2026 erwartet.
Einen stabilisierenden Faktor in dieser strategischen Umbruchphase bildet das Telekommunikationsgeschäft. Die Tochtergesellschaft SoftBank Corp verzeichnete in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025 einen Umsatzanstieg von acht Prozent auf den Rekordwert von 5,2 Billionen Yen. Das Unternehmen hob daraufhin seine Jahresprognose für Umsatz und operativen Gewinn an. Zusätzlich profitiert der Konzern von der jüngsten Kursrallye seiner britischen Chip-Tochter Arm Holdings.
Mit dem PayPay-Börsengang hat SoftBank einen wichtigen Liquiditätszufluss generiert und den Wert der Fintech-Tochter bestätigt. Gleichzeitig zwingt die massive Schuldenaufnahme für die OpenAI-Beteiligung das Management dazu, die Profitabilität seiner neuen KI-Infrastruktur-Zukäufe zeitnah nachzuweisen, um einer weiteren Verschlechterung des Kreditprofils entgegenzuwirken.
SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 13. März liefert die Antwort:
Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








