Auf der hauseigenen Konferenz AIPCon 9 hat Palantir in dieser Woche eine weitreichende Flut an neuen Partnerschaften präsentiert. Im Zentrum steht eine strategische Kooperation mit dem Chip-Giganten Nvidia, die den Markt für staatliche KI-Infrastruktur neu aufrollen soll. Gleichzeitig untermauern die jüngsten Geschäftszahlen den rasanten Aufstieg des Softwarekonzerns, der sein kommerzielles Standbein massiv ausbaut.

Schlüsselallianz mit Nvidia

Das Highlight der Veranstaltung war die Vorstellung einer neuen Referenzarchitektur für souveräne Künstliche Intelligenz. Gemeinsam mit Nvidia bietet Palantir nun schlüsselfertige KI-Rechenzentren an. Kunden erhalten dabei alles aus einer Hand – von der Hardware-Beschaffung bis zur Software-Bereitstellung.

Dieser Schritt zielt direkt auf Unternehmen und Regierungen ab, die höchste Anforderungen an Datenschutz und die Kontrolle über ihre eigenen KI-Modelle stellen. Die Integration der Palantir-Software in Nvidias leistungsstarke Blackwell-Systeme löst ein konkretes Problem für Organisationen mit strengen Sicherheitsvorgaben. Experten von McKinsey schätzen, dass dieser Markt für souveräne KI bis 2030 auf bis zu 600 Milliarden US-Dollar anwachsen könnte.

Von Urananreicherung bis Sportwetten

Neben dem Nvidia-Deal demonstrierte das Management, wie tief die eigene Software mittlerweile in kritische Infrastrukturen vordringt. Eine erweiterte Partnerschaft mit GE Aerospace soll künftig die Einsatzbereitschaft der US-Luftwaffe durch KI-gestützte Produktionsplanung optimieren.

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Im Energiesektor hilft die Plattform dem Unternehmen Centrus Energy beim Ausbau der Urananreicherung. Hierbei wurden laut Unternehmensangaben bereits Einsparpotenziale von knapp 300 Millionen US-Dollar identifiziert. Sogar im Bereich der Sportwetten fasst der Konzern Fuß: Eine neue Kooperation mit Polymarket zielt darauf ab, verdächtige Handelsaktivitäten in Echtzeit zu überwachen und gesperrte Akteure herauszufiltern.

Starkes Wachstum trifft auf hohe Bewertung

Diese operative Expansion stützt sich auf ein massives finanzielles Fundament. Im vierten Quartal 2025 kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 70 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar. Besonders das kommerzielle US-Geschäft wuchs mit einem Plus von 137 Prozent rasant. Für das Jahr 2026 peilt das Management nun Erlöse von rund 7,19 Milliarden US-Dollar an.

An der Börse wird dieses Tempo allerdings bereits großzügig honoriert. Die Aktie, die am Freitag bei 131,82 Euro aus dem Handel ging, verzeichnet auf Sicht von zwölf Monaten ein Plus von knapp 80 Prozent. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 81 ist das Papier extrem ambitioniert bewertet. Der Konzern ist an den Märkten für eine makellose Zukunft bepreist und darf sich bei der Umsetzung seiner Wachstumsstrategie keine Fehltritte erlauben.

Die jüngste Welle an Partnerschaften festigt Palantirs Rolle als zentrales Betriebssystem für Verteidigung und kritische Infrastruktur. Das deutlich erweiterte adressierbare Marktpotenzial bietet eine solide Basis, um das für 2026 prognostizierte Umsatzwachstum von rund 61 Prozent zu realisieren. Politische Risiken im Regierungsgeschäft bleiben zwar bestehen, werden durch die stark wachsende kommerzielle Durchdringung jedoch zunehmend abgefedert.

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