Drei Verluste in Folge, ein Wochenminus von über 2 Prozent und ein Dollar auf Drei-Monats-Hoch: Silber kämpft derzeit gegen eine ungewöhnliche Kombination aus geopolitischen Schocks, Inflationssorgen und verschobenen Zinssenkungshoffnungen.

Der Iran-Konflikt als Haupttreiber

Im Zentrum der Verwerfungen steht der eskalierte Nahost-Krieg. Irans Oberster Führer Mojtaba Khamenei hält die Straße von Hormus effektiv geschlossen — jene Meerenge, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Erdöls fließen. Brent-Rohöl notiert nahe 100 US-Dollar pro Barrel, nachdem es allein am Donnerstag um mehr als 8 Prozent gestiegen war.

Für Silber wirkt das paradox: Steigende Ölpreise treiben die Nachfrage nach dem Dollar als sicherer Hafen — und ein starker Dollar belastet Rohstoffpreise. Das weiße Metall gab intraday-Gewinne von fast 3 Prozent wieder ab, als die Ölpreise erneut anzogen. Der Dollar-Index legte seit Konfliktbeginn rund 2 Prozent zu.

Zinssenkungen auf Eis

Die hohen Energiepreise befeuern die Inflation und zwingen die Märkte zur Neubewertung ihrer Fed-Erwartungen. Händler rechnen für das Gesamtjahr 2026 nur noch mit rund 20 Basispunkten an Lockerung — vor einem Monat waren es noch etwa 50. Die Februar-Verbraucherpreisdaten bestätigten den anhaltenden Inflationsdruck, die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterten auf ein Fünf-Wochen-Hoch.

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Für ein nicht verzinsliches Asset wie Silber ist dieses Umfeld strukturell belastend.

Starke Jahresbilanz, aber strukturelle Zwickmühle

Der kurzfristige Gegenwind überlagert ein bemerkenswert starkes Gesamtbild: Silber hat in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 150 Prozent zugelegt und im Januar 2026 mit rund 120 US-Dollar je Feinunze ein neues Allzeithoch markiert — die Spekulationsspitzen von 1980 und 2011 übertroffen.

Langfristig stützen fundamentale Faktoren den Preis: Der Silbermarkt befindet sich im fünften aufeinanderfolgenden Defizitjahr, der kumulative Angebotsfehlbetrag von 2021 bis 2026 beläuft sich auf rund 820 Millionen Unzen. Die Citigroup verweist auf enge physische Versorgung — die registrierten COMEX-Lagerbestände sind seit 2020 um mehr als 70 Prozent gesunken. J.P. Morgan sieht den Jahresdurchschnittspreis 2026 bei 81 US-Dollar pro Unze.

Kurzfristig bleibt Silber zwischen Inflationsschutz-Narrativ und Dollar-Gegenwind eingeklemmt. Solange die Straße von Hormus geschlossen bleibt und die PCE-Daten keinen nachlassenden Inflationsdruck signalisieren, dürfte sich an dieser Konstellation wenig ändern.

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