Der japanische Technologiekonzern SoftBank erlebt derzeit einen massiven Kontrast. Während die Tochtergesellschaft PayPay das größte US-Börsendebüt eines japanischen Unternehmens seit einem Jahrzehnt feiert, wachsen beim Mutterkonzern die finanziellen Sorgen. Massive Investitionen in Künstliche Intelligenz belasten zunehmend das Kreditprofil und schicken die Aktie auf Talfahrt.

Erfolgreiches Börsendebüt in New York

Am Donnerstag feierte die digitale Zahlungsplattform PayPay einen bemerkenswerten Einstand an der Nasdaq. Die Aktien eröffneten rund 19 Prozent über dem Ausgabepreis von 16 US-Dollar und schlossen den ersten Handelstag mit einem Plus von 14 Prozent ab. Mit einem Emissionsvolumen von knapp 880 Millionen US-Dollar und einer Bewertung von 12,7 Milliarden US-Dollar liefert die Tochtergesellschaft einen dringend benötigten Lichtblick für den Markt der Neuemissionen.

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Für SoftBank bedeutet der Börsengang eine erfolgreiche Monetarisierung eines zentralen Vermögenswertes. Der Konzern hält weiterhin die Mehrheit an dem 2018 gegründeten Zahlungsdienstleister, der in Japan mittlerweile 72 Millionen Nutzer verzeichnet. PayPay-Chef Ichiro Nakayama schließt nach dem erfolgreichen US-Start zudem ein künftiges Dual-Listing an der Börse in Tokio nicht aus.

KI-Milliarden belasten das Kreditprofil

Abseits des IPO-Erfolgs trübt sich die Lage für den Mutterkonzern deutlich ein. Die aggressiven Investitionen von SoftBank in den Bereich der Künstlichen Intelligenz fordern ihren Tribut auf der Schuldenseite. Jüngst revidierte S&P Global Ratings den Ausblick für das Unternehmen von „stabil“ auf „negativ“. Als Grund nannte die Ratingagentur die zusätzliche Investition von 30 Milliarden US-Dollar in OpenAI, welche die Liquidität und Portfolioqualität des Konzerns belasten könnte.

Erschwerend kommt ein Rückschlag beim ehrgeizigen KI-Infrastrukturprojekt „Stargate“ hinzu. Nachdem Oracle und OpenAI Pläne für ein zentrales Rechenzentrum in Texas verworfen hatten, reagierten Anleger mit Verkäufen. Die SoftBank-Aktie rutschte in der Folge um bis zu 12,5 Prozent ab und markierte den tiefsten Stand seit August 2025. Entsprechend stiegen die Kosten für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) des Konzerns auf den höchsten Wert seit elf Monaten.

SoftBank navigiert aktuell zwischen der Wertschöpfung durch Börsengänge wie PayPay und den enormen Kapitalanforderungen seiner KI-Strategie. Zwar verzeichnet die Aktie auf Jahressicht noch immer ein Plus von über 90 Prozent, die jüngsten Kursverluste von gut 20 Prozent innerhalb von 30 Tagen spiegeln jedoch die wachsenden Bedenken der Investoren wider. Konkrete Daten zur finanziellen Belastbarkeit des Konzerns und den tatsächlichen Kosten der KI-Offensive liefert der nächste Jahresbericht. Die Veröffentlichung der vollständigen Geschäftszahlen ist für Mai 2026 angesetzt.

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