D-Wave baut seine Präsenz im US-Ökosystem für Quanten-Technologie weiter aus – und liefert gleichzeitig ein gemischtes Zahlenbild. Während das vierte Quartal hinter den Erwartungen blieb, stechen die Übernahme von Quantum Circuits und ungewöhnlich starke Auftragseingänge zu Jahresbeginn heraus. Wie gut passt diese Dynamik zur noch kleinen Umsatzbasis?

Einstieg in regionales Quantum-Netzwerk

D-Wave ist seit gestern Gründungsmitglied des Southeastern Quantum Collaborative (SQC). Zum Start sind unter anderem The University of Alabama in Huntsville, Davidson Technologies, IBM und Alabama A&M University dabei.

Ziel des Netzwerks ist es, Wissenschaft, Industrie und staatliche Stellen in den US-Südstaaten enger zu verzahnen. Im Fokus stehen sowohl Anwendungen als auch der Aufbau einer „quantum-ready“ Belegschaft, um die Technologie schneller zu kommerzialisieren.

Für D-Wave ist die Nähe zu Davidson relevant: Dort steht am Standort Huntsville bereits ein D-Wave Advantage2™-System. Der Schritt unterstreicht zudem den Ausbau der Aktivitäten im US-Regierungs- und Verteidigungsumfeld – eine Priorität, die D-Wave dieses Jahr mit einer eigenen Federal-Einheit organisatorisch verankert hat.

Q4: Verfehlt – Jahr stark

Im Q4 2025 erreichte der Umsatz 2,75 Mio. US-Dollar. Das entspricht +19% gegenüber dem Vorjahr, lag aber 26% unter der Prognose von 3,72 Mio. US-Dollar. Beim Ergebnis je Aktie meldete D-Wave -0,09 US-Dollar, erwartet worden waren -0,06.

Auf Jahressicht fällt das Bild deutlich besser aus: Der Umsatz 2025 stieg um 179% auf 24,6 Mio. US-Dollar, bei einer Bruttomarge von 83%. Gleichzeitig verringerte sich der Nettoverlust im Q4 auf 42,3 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 86,1 Mio. US-Dollar).

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Weniger überzeugend: Die Bookings (Auftragseingänge) im Gesamtjahr sanken um 22% auf 18,7 Mio. US-Dollar. Als Stabilitätsanker nennt das Unternehmen seine Liquidität: Ende 2025 lagen 635,3 Mio. US-Dollar in Cash und Äquivalenten sowie 249,1 Mio. US-Dollar in marktfähigen Wertpapieren – zusammen rund 884 Mio. US-Dollar. Zudem half eine Prognose, die stärkeres Wachstum in der zweiten Jahreshälfte in Aussicht stellt, die Stimmung nach den Q4-Zahlen zu stützen.

Übernahme und starke Bookings zu Jahresbeginn

Der strategisch größte Schritt ist die abgeschlossene Übernahme von Quantum Circuits, Inc.. Der Kaufpreis liegt bei 550 Mio. US-Dollar: 300 Mio. US-Dollar in D-Wave-Aktien plus 250 Mio. US-Dollar in bar.

Mit der Akquisition kommen Technologien rund um Dual-Rail-Qubits mit integrierter Fehlererkennung ins Haus. Laut Angaben können damit 90% der auftretenden Fehler identifiziert werden; zudem werden Gate-Fidelities von über 99,9% genannt. D-Wave erwartet, dass die Kombination die Roadmap für ein kommerzielles Gate-Model-Angebot beschleunigt – mit dem Anspruch, als erster Anbieter voll fehlerkorrigierte, skalierte Gate-Model-Quantenrechner zu liefern.

Auffällig sind die Bookings-Zahlen zum Jahresstart: Im Januar meldete D-Wave über 30 Mio. US-Dollar an Auftragseingängen. Bis 25. Februar lagen die Bookings im laufenden Q1 bereits bei mehr als 32,8 Mio. US-Dollar – und damit schon über dem gesamten Bookings-Volumen des Jahres 2025.

Im Handel schloss die Aktie die Vorwoche trotz eines deutlichen Rücksetzers am Freitag insgesamt 4% höher. Zum Vergleich: Der S&P 500 verlor 0,4%, der Nasdaq Composite 1%. Die Spanne der letzten 52 Wochen reichte von 4,45 bis 46,75 US-Dollar, was die hohe Volatilität des Segments unterstreicht.

Nach dem Q4-Bericht senkten Evercore ISI und Mizuho ihre Kursziele. Gleichzeitig geht laut S&P Global Market Intelligence die Mehrheit der erfassten Analysten weiterhin davon aus, dass D-Wave bis 2028 einen positiven Free Cashflow erreichen könnte.

Zum nächsten Impuls zählen die weitere Integration von Quantum Circuits sowie die Entwicklung der Bookings im laufenden Quartal – denn genau dort hat D-Wave zu Jahresbeginn bereits Zahlen geliefert, die das Gesamtjahr 2025 übertreffen.

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