SoftBank Group ist zurück in der Gewinnzone – mit Macht. Der japanische Technologiekonzern meldete für das dritte Quartal einen Nettogewinn von 248,6 Milliarden Yen (1,62 Milliarden Dollar). Das ist eine bemerkenswerte Wende nach dem Verlust von 369 Milliarden Yen im Vorjahreszeitraum. Verantwortlich dafür ist vor allem eine Wette, die Gründer Masayoshi Son konsequent hochgefahren hat: die Beteiligung an OpenAI.

Parallel dazu kündigte SoftBank an, dass die Zahlungsplattform PayPay an die Nasdaq gehen soll. Die Unterlagen wurden bereits bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht.

Vierter Gewinn in Folge dank KI-Investments

Das Quartalsergebnis markiert SoftBanks vierten Gewinn in Folge. Die Neuausrichtung auf Künstliche Intelligenz zahlt sich aus. Allein die OpenAI-Beteiligung bescherte dem Konzern unrealisierte Gewinne von 19,8 Milliarden Dollar – bei Gesamtinvestitionen von rund 34,6 Milliarden Dollar. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 hielt SoftBank etwa 11 Prozent am ChatGPT-Entwickler.

Und Son plant offenbar mehr: Laut Bloomberg-Berichten führt SoftBank Gespräche über weitere Investitionen von bis zu 30 Milliarden Dollar. Die neue Finanzierungsrunde würde OpenAI mit 750 bis 830 Milliarden Dollar bewerten.

PayPay strebt an die Nasdaq

Am 13. Februar reichte die SoftBank-Tochter PayPay das Registrierungsformular F-1 bei der SEC ein. Die American Depositary Shares (ADS) sollen unter dem Ticker "PAYP" am Nasdaq Global Select Market gelistet werden.

Goldman Sachs, J.P. Morgan, Mizuho Securities und Morgan Stanley führen das Konsortium an. Über Umfang, Preisspanne und genauen Zeitpunkt schweigt sich SoftBank noch aus. Parallel wurde auch bei der japanischen Finanzaufsicht Kanto Local Finance Bureau ein Antrag für ein öffentliches Angebot in Japan gestellt.

SoftBank betonte, dass PayPay auch nach dem Börsengang eine Tochtergesellschaft bleiben soll. Wesentliche Auswirkungen auf die Konzernbilanz erwartet man nicht.

Höhere Schulden für KI-Ambitionen

Um die massiven KI-Investitionen zu finanzieren, hat SoftBank die Kreditlinien deutlich ausgeweitet. Ein Lombardkredit auf Arm-Aktien wurde von 13,5 auf 20 Milliarden Dollar erhöht. Auch Anteile an der Telekom-Tochter SoftBank Corp. wurden stärker beliehen – der Kreditrahmen stieg von 800 Milliarden auf 1,2 Billionen Yen.

Die Loan-to-Value-Ratio kletterte dadurch Ende Dezember auf 20,6 Prozent, verglichen mit 16,5 Prozent drei Monate zuvor. Die Bargeldreserven schrumpften auf 3,8 Billionen Yen. Zwischen Juni und Dezember 2025 veräußerte SoftBank Teile seiner T-Mobile-Beteiligung für 12,7 Milliarden Dollar.

Die Zahlen im Überblick

Kennzahl Wert
Q3-Nettogewinn 248,6 Mrd. Yen (1,62 Mrd. USD)
OpenAI-Anteil (31.12.2025) ~11%
Gesamtinvestition in OpenAI ~34,6 Mrd. USD
Unrealisierter Gewinn OpenAI 19,8 Mrd. USD
Loan-to-Value-Ratio 20,6%
Barreserven 3,8 Bio. Yen

SoftBank hat seine Strategie klar auf KI-Investments fokussiert. Die OpenAI-Beteiligung entwickelt sich bislang zur Goldgrube. Gleichzeitig steigt die Verschuldung. Ob die Wette langfristig aufgeht, hängt davon ab, ob OpenAIs Bewertung weiter steigt – oder ob der KI-Hype abkühlt.

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