Die Basler Kantonalbank (BKB) nutzt ihre Kapitalstärke für eine vorzeitige Entlastung der Passivseite. Wie das Institut am vergangenen Freitagabend bekannt gab, wird eine nachrangige Anleihe im Volumen von 100 Millionen Schweizer Franken zum erstmöglichen Termin im März zurückgezahlt. Bemerkenswert ist dabei vor allem die gewählte Finanzierungsstrategie der Bank.

  • Ereignis: Vorzeitige Kündigung einer AT1-Anleihe
  • Volumen: 100 Mio. CHF
  • Rückzahlungstermin: 17. März 2026
  • Finanzierung: Vollständig aus hartem Kernkapital (CET1)
  • Nächster Termin: Jahresergebnis 2025 am 5. März 2026

Verzicht auf neue Schuldenaufnahme

Die betroffene Additional-Tier-1-Anleihe (AT1) wurde im Jahr 2020 mit einem Coupon von 1,875 Prozent emittiert. Statt die Mittel durch eine neue Anleihe am Kapitalmarkt zu refinanzieren, greift die BKB vollständig auf ihre Eigenmittel zurück. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) hat diesem Schritt bereits zugestimmt.

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Doch wie verkraftet die Bilanz den Abzug dieser Mittel ohne externe Refinanzierung? Die Bankführung betont, dass die stabile Kapitalbasis diese Maßnahme ohne Gefährdung der finanziellen Sicherheit ermöglicht. Die Gesamtkapitalquote soll auch nach der Rückzahlung deutlich über der strategischen Zielgröße von 12,6 Prozent liegen.

Marktreaktion und operativer Ausblick

Die Aktie der Basler Kantonalbank reagierte am Freitag an der SIX Swiss Exchange mit einem moderaten Kursrückgang. Das Papier notierte im Handelsverlauf zeitweise 2,82 Prozent tiefer bei 103,50 CHF. Marktbeobachter werten solche Bewegungen oft als technische Reaktion auf die Veränderung der Liquiditätsstruktur nach einer Kapitalmaßnahme.

Nach der Klärung der Anleihen-Situation richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf die operative Performance. Am 5. März 2026 veröffentlicht die Basler Kantonalbank ihren Jahresabschluss für 2025. Investoren werden dabei prüfen, ob sich die im ersten Halbjahr angedeutete Ertragsstärke im Zinsgeschäft über das gesamte Geschäftsjahr bestätigt hat.

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