Der japanische Technologie-Riese hat am 29. Dezember 2025 eine definitive Vereinbarung zur Übernahme von DigitalBridge Group für rund 4 Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Mit diesem Coup sichert sich das Unternehmen von Masayoshi Son direkten Zugang zu kritischer Infrastruktur für das KI-Zeitalter – und unterstreicht damit seine ambitionierte ASI-Vision einmal mehr.

Die Tokioter bieten 16 Dollar je Aktie in bar, was einem Aufschlag von 15 Prozent zum Schlusskurs vom 26. Dezember entspricht. Noch deutlicher fällt der Abstand zum 52-Wochen-Durchschnitt aus: Hier liegt die Prämie bei satten 50 Prozent bezogen auf den 4. Dezember. Der Deal soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen.

Rechenzentren als Königsweg zur KI-Dominanz?

DigitalBridge verwaltet digitale Infrastruktur im Wert von 108 Milliarden Dollar – darunter Rechenzentren, Mobilfunkmasten, Glasfasernetze und Edge-Infrastruktur. Genau diese Assets gelten als Schlüsselressourcen im globalen KI-Wettlauf. Während andere auf Chips und Software setzen, greift SoftBank nun nach der physischen Basis: Ohne ausreichende Rechenkapazität und Konnektivität bleibt selbst das ausgeklügeltste KI-Modell zahnlos.

Masayoshi Son formuliert es deutlich: "Während KI Industrien weltweit transformiert, benötigen wir mehr Rechenleistung, Konnektivität, Energie und skalierbare Infrastruktur." Die Übernahme von DigitalBridge soll genau diese Lücke schließen und SoftBank als führenden ASI-Plattformanbieter positionieren.

Eigenständigkeit trotz Übernahme

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Nach Abschluss der Transaktion bleibt DigitalBridge als separat verwaltete Plattform bestehen – unter der Führung von CEO Marc Ganzi. Dieser zeigt sich überzeugt: "Der Aufbau von KI-Infrastruktur repräsentiert eine der bedeutendsten Investitionschancen unserer Generation." Die Partnerschaft mit SoftBank verschaffe seiner Firma mehr Flexibilität, einen längeren Investitionshorizont und bessere Möglichkeiten, führende Tech-Konzerne bei deren KI-Ambitionen zu unterstützen.

Das Board von DigitalBridge hat dem Deal einstimmig zugestimmt – nach Empfehlung eines unabhängigen Sonderausschusses.

Börsenreaktion: Euphorie bei DigitalBridge

An der NYSE explodierten die Aktien von DigitalBridge vorbörslich um knapp 10 Prozent auf 15,31 Dollar. Die SoftBank-Aktie legte in Tokio am 30. Dezember um 0,79 Prozent auf 4.485 Yen zu – eine verhaltene Reaktion, die jedoch angesichts der langfristigen strategischen Ausrichtung nicht verwundert.

Mit der Übernahme erweitert SoftBank sein Portfolio systematisch um die Infrastruktur-Ebene. Die Kombination aus der Chiparchitektur von Arm, umfangreichen KI-Investments über die Vision Funds und nun der Kontrolle über Rechenzentren und Netzwerke könnte sich als mächtiger Hebel erweisen. Ob die 4-Milliarden-Wette aufgeht, wird sich zeigen, sobald der globale KI-Boom tatsächlich in die Breite schwappt.

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