Der südkoreanische Speicherchip-Gigant SK Hynix treibt seine milliardenschweren Expansionspläne in den USA unbeirrt voran. Gleichzeitig sorgt eine neue Technologie von Google für erhebliche Unruhe im Halbleitersektor. Während das Unternehmen massiv in die Produktion von KI-Chips investiert, weckt die sogenannte "TurboQuant"-Technologie plötzliche Zweifel an der langfristigen Nachfrage nach Hochleistungsspeichern.

Neue Technologie drückt die Nachfrage

Die am 25. März veröffentlichte "TurboQuant"-Technologie von Google reduziert den Speicherbedarf für KI-Anwendungen laut Berichten um das Sechsfache. Dieser enorme Effizienzgewinn zwingt den Markt zu einer Neubewertung. Analysten gehen davon aus, dass die Nachfrage nach High Bandwidth Memory (HBM) dadurch um 20 bis 30 Prozent sinken könnte. Das steht im direkten Widerspruch zu den aggressiven Ausbauplänen der großen Hersteller.

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Die Unsicherheit spiegelt sich deutlich im Kurs wider: Die Papiere gaben heute um 7,56 Prozent auf 807.000 Südkoreanische Won nach und weiteten damit den Verlust der vergangenen sieben Tage auf über 18 Prozent aus. Auch am physischen Markt fallen die Preise, wobei einige 32GB DDR5-Kits an nur einem Tag um mehr als 20 Prozent nachgaben.

Milliardenpläne trotz Gegenwind

Ungeachtet der aktuellen Turbulenzen hält das Management an seiner internationalen Strategie fest. SK Hynix hat vertraulich eine Notierung von American Depositary Receipts (ADR) in den USA für die zweite Jahreshälfte 2026 beantragt. Ziel ist es, frisches Kapital in Höhe von umgerechnet 6,7 bis 10 Milliarden US-Dollar einzusammeln. CEO Kwak Noh-Jung plant, langfristig über 100 Billionen Won an Nettoliquidität für die KI-Infrastruktur zu sichern. Das Geld soll unter anderem in den Yongin-Cluster in Südkorea sowie in eine neue Verpackungsanlage im US-Bundesstaat Indiana fließen.

Um die technologische Führung zu behaupten, orderte der Konzern zudem für 7,9 Milliarden US-Dollar EUV-Lithografiesysteme bei ASML. Erschwert wird das Umfeld jedoch durch makroökonomische Faktoren. Ein schwacher Won und steigende Energiekosten – Brent-Rohöl kratzt an der Marke von 118 US-Dollar – belasten die Industrie. Zudem leitete die US-Handelskommission (USITC) kürzlich eine Untersuchung von Speicherchip-Importen ein, die auch SK Hynix betrifft.

Operativ drückt der Konzern derweil weiter aufs Tempo. Die M15X-Fabrik wurde vorzeitig fertiggestellt, und erste Muster der neuen HBM4E-Generation sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden. Mit neuen Anlagen für Hybrid-Bonding von Applied Materials und Besi bereitet sich SK Hynix technisch auf die nächste Chip-Generation vor, auch wenn die Nachfrageseite durch den Google-Vorstoß vorerst schwerer kalkulierbar geworden ist.

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