SK Hynix strebt an die Wall Street. Mit einem vertraulich eingereichten Antrag für ein US-Listing will der Speicherchip-Hersteller eine massive Bewertungslücke zur amerikanischen Konkurrenz schließen und Milliarden für neue Fabriken einsammeln. Der ehrgeizige Plan stößt in der Heimat auf heftigen Widerstand von Aktionärsschützern, die eine Verwässerung ihrer Anteile fürchten.

Am 24. März reichte das Management die Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Ziel ist die Ausgabe von American Depositary Receipts (ADRs) in der zweiten Jahreshälfte 2026. Hinter diesem Schritt steht ein klares strategisches Motiv: Obwohl der Konzern im dritten Quartal 2025 eine operative Marge von 47 Prozent erzielte, wird die Aktie nur mit dem Elffachen des Gewinns gehandelt. Der US-Rivale Micron Technology kommt auf ein fast dreimal so hohes Multiple. Ein Listing in New York soll diese Lücke schließen und den Weg in wichtige globale Indizes wie den Philadelphia Semiconductor Index ebnen.

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Der 100-Billionen-Plan

Gleichzeitig benötigt das Unternehmen frisches Kapital für seine Expansionsstrategie. Die geplanten Investitionen summieren sich auf über 100 Billionen Won. Zu den größten bereits genehmigten Projekten gehören:

  • Yongin Halbleiter-Cluster: 31 Billionen Won
  • M15X-Fabrik in Cheongju: 20 Billionen Won
  • P&T7-Verpackungsanlage: 19 Billionen Won
  • ASML-Ausrüstungsverträge: ca. 12 Billionen Won

Das geplante US-Listing, das zwei bis drei Prozent der ausstehenden Aktien umfassen soll, könnte den bisher größten US-Börsengang eines südkoreanischen Unternehmens seit Jahren markieren und dringend benötigte Mittel in die Kasse spülen. Zwar wies SK Hynix Ende 2025 eine Nettoliquidität auf, die Barreserven von knapp 35 Billionen Won reichen für die langfristigen Ziele jedoch nicht aus.

Widerstand an der Heimatbörse

Genau dieser geplante Umfang sorgt für Unmut. Das Korea Corporate Governance Forum kritisiert die mögliche Ausgabe neuer Aktien scharf und warnt vor Nachteilen für bestehende Anteilseigner. Um die Wogen zu glätten, kündigte SK Hynix an, 15,3 Millionen eigene Aktien – rund 2,1 Prozent der ausstehenden Papiere – zu vernichten. Den Kritikern reicht das nicht: Sie fordern stattdessen umfangreiche Aktienrückkäufe. Am Markt spiegelt sich die aktuelle Gemengelage wider. Die Aktie verzeichnete heute einen Rücksetzer von 5,31 Prozent, liegt aber seit Jahresbeginn immer noch mit knapp 29 Prozent im Plus.

Operativ läuft das Geschäft währenddessen nach Plan. CEO Kwak Noh-jung bestätigte auf der jüngsten Hauptversammlung, dass die Auslieferungen der HBM3E-Chips stabil bleiben und die Produktion der nächsten Generation HBM4 im zweiten Halbjahr hochgefahren wird. Die endgültige Struktur des US-Listings muss das Management nun in den kommenden Monaten festlegen. Spätestens in sechs Monaten wird SK Hynix einen aktualisierten Bericht bei der US-Börsenaufsicht einreichen, der die genauen Konditionen der Kapitalmaßnahme definiert.

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