Jungfraubahn Aktie: Rekord mit Schatten
2025 war für die Jungfraubahn-Gruppe ein Ausnahmejahr — der zweithöchste Konzerngewinn der Unternehmensgeschichte und fast vier Millionen Gäste sprechen eine klare Sprache. Doch der Jahresauftakt 2026 verlief bereits merklich verhaltener. Der Grund: Neue Konflikte im Nahen Osten bremsen die Reiselust fernöstlicher Gäste.
Der Betriebsertrag kletterte 2025 um 3,7 Prozent auf 305,7 Millionen Franken, der Jahresgewinn stieg um 2,3 Prozent auf 78,2 Millionen Franken. Besonders stark entwickelten sich die Erlebnisberge, deren EBITDA um 12,4 Prozent auf 41,3 Millionen Franken zulegte. Der Wintersport verzeichnete mit 32,4 Millionen Franken Verkehrsertrag sogar das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Die Aktionäre dürfen sich über eine Dividendenerhöhung auf 8,50 Franken je Aktie freuen — ein Plus von 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Asiatische Gäste bleiben aus
Das Jungfraujoch begrüßte 2025 zum siebten Mal über eine Million Besucher. Vom 1. Januar bis 29. März 2026 kamen dort allerdings nur noch rund 115.000 Gäste — ein Rückgang von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei den Erlebnisbergen fiel das Minus mit 5,7 Prozent noch deutlicher aus. Asiatische Reisende, die traditionell über Nahost-Routen anreisen, fehlen spürbar.
Der Free Cashflow lag 2025 bei 74,5 Millionen Franken — ein Anstieg von 9,6 Prozent. Die Eigenfinanzierungsquote beträgt solide 78,5 Prozent. Damit verfügt das Unternehmen über ausreichend Spielraum, geplante Investitionen wie die Erneuerung der Firstbahn und Ausbauvorhaben auf dem Jungfraujoch aus eigenen Mitteln zu stemmen.
Neue Ziele bis 2030
Das Management hat die Finanzziele verschärft: Bis 2030 soll die EBITDA-Marge bei mindestens 45 Prozent liegen, die Ausschüttungsquote zwischen 50 und 67 Prozent. Beide Werte wurden bereits 2025 erfüllt — die EBITDA-Marge erreichte 45,3 Prozent, die Ausschüttungsquote 62,5 Prozent. Der Return on Invested Capital lag bei 10,3 Prozent, knapp über der neuen Zielmarke von über 10 Prozent.
Ob die geopolitischen Verwerfungen nur eine vorübergehende Delle hinterlassen oder das laufende Jahr stärker belasten als bislang sichtbar, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Die Wintersaison 2025/2026 verlief bis Ende März mit 1.086.152 Skier Visits rund 1,9 Prozent schwächer als im Vorjahreszeitraum — kein dramatischer Einbruch, aber ein klares Signal, dass der Iran-Krieg an den Besucherzahlen nicht spurlos vorüberzieht.
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