Silber: Knappheit befeuert Rallye
Der Silberpreis eilt von einem Hoch zum nächsten und stellt mit einem Kursanstieg von fast 30 Prozent seit Jahresbeginn sogar die Gold-Rallye in den Schatten. Doch hinter der beeindruckenden Performance verbirgt sich ein brisanter Mix aus eskalierenden Handelskonflikten und einem massiven strukturellen Angebotsdefizit. Während Anleger in den sicheren Hafen flüchten, stellt sich die Frage: Ist diese Dynamik angesichts sinkender Industrienachfrage überhaupt nachhaltig?
Zölle und Geopolitik als Preistreiber
Hauptverantwortlich für den jüngsten Schub in Richtung der Marke von 92 US-Dollar je Feinunze ist die verschärfte US-Zollpolitik. Nachdem die USA am Dienstag begonnen haben, temporäre Zölle von 10 Prozent zu erheben, wächst die Sorge vor einer neuen globalen Handelskonfrontation. Marktbeobachter werten dies als klassischen Auslöser für Fluchtbewegungen in Sachwerte. Silber profitiert hier doppelt: sowohl als Edelmetall zur Wertsicherung als auch durch seine industrielle Bedeutung.
Zusätzliche Unsicherheit bringen die heute, am Donnerstag, stattfindenden Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran in Genf. Die militärische Präsenz der USA im Nahen Osten unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Lage. Jede Verschärfung des Konflikts dürfte die Risikoprämien für Edelmetalle weiter in die Höhe treiben.
Strukturelles Defizit vertieft sich
Abseits der politischen Schlagzeilen stützt eine fundamentale Knappheit den Preis. Der globale Silbermarkt steuert laut aktuellen Analysen im Jahr 2026 auf das sechste Defizit in Folge zu. Experten beziffern die Lücke auf rund 67 Millionen Feinunzen.
Besonders auffällig ist hierbei eine Divergenz in der Nachfragestruktur:
* Physisches Investment: Die Nachfrage nach Münzen und Barren dürfte um 20 Prozent auf ein Dreijahreshoch klettern.
* Industrie: Die industrielle Fertigung hingegen soll um 2 Prozent sinken.
Der Rückgang in der Industrie ist vor allem auf Einsparungen und den Einsatz von Ersatzstoffen im Solarsektor zurückzuführen. Analysten warnen, dass der hohe Silberpreis die Suche nach Alternativen, etwa in der Photovoltaik, beschleunigt. Dieser Trend wird jedoch teilweise durch den wachsenden Bedarf in KI-Rechenzentren und der Halbleiterfertigung aufgefangen.
Volatilität bleibt hoch
Dass der Weg nach oben keine Einbahnstraße ist, zeigten die Ereignisse zu Wochenbeginn. Massive Liquidationen in China drückten den Kurs kurzzeitig und verdeutlichten die Anfälligkeit des Marktes für Gewinnmitnahmen. Ein Preisaufschlag von 10 Prozent auf dem chinesischen Binnenmarkt deutet jedoch auf eine lokale Knappheit hin, die den internationalen Preis stützt.
Analysten sehen den Markt aktuell in einer Übergangsphase von reinen Nachrichten-Events hin zu einer fundamental getriebenen Bewertung. Dabei preisen die Märkte für den Rest des Jahres Zinssenkungen der Fed um etwa 60 Basispunkte ein.
Blick auf die Inflationsdaten
Für die weitere Kursentwicklung wird der morgige Freitag entscheidend sein. Die Veröffentlichung des PCE-Preisindex, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank, sowie anstehende Reden von Fed-Vertretern dürften die kurzfristige Richtung vorgeben. Sollten die Daten den Zinssenkungspfad bestätigen, könnte dies den zehnten monatlichen Preisanstieg in Folge zementieren.
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