Microsoft gilt als unangefochtener KI-Vorreiter, doch die Stimmung an der Wall Street beginnt zu kippen. Innerhalb weniger Tage kassierte der Tech-Riese die zweite Herabstufung durch Analysten, da Experten die enormen Ausgaben und die schleppende Verbreitung des "Copilot" zunehmend kritisch sehen. Die große Wette auf künstliche Intelligenz gerät damit unter Rechtfertigungsdruck.

Warnsignal von Analysten

Am 9. Februar senkte Melius Research das Rating für die Microsoft-Aktie auf "Hold" und reduzierte das Kursziel auf 430 US-Dollar. Analyst Ben Reitzes warnte laut Medienberichten vor allem vor Belastungen beim Free Cash Flow. Die Sorge wächst, dass die massiven Investitionen die Barmittelgenerierung stärker drücken könnten als vom Markt erwartet, während die aktuelle Bewertung der Aktie primär von KI-Optimismus statt von fundamentalen Daten getragen werde.

Dieser Schritt folgt einer ähnlichen Einschätzung durch das Analysehaus Stifel Ende letzter Woche und verdeutlicht die steigende Skepsis gegenüber der aggressiven Ausgabenpolitik des Konzerns.

Enttäuschung beim Copilot

Im Zentrum der Kritik steht der KI-Assistent Copilot. Trotz dreijähriger intensiver Vermarktung verzeichnet Microsoft lediglich 15 Millionen zahlende Nutzer im "Microsoft 365"-Bereich. Zwar entspricht dies einem Wachstum von 160 Prozent gegenüber dem Vorjahr, doch Analysten ordnen diese Zahl in den Gesamtkontext ein: Gemessen an der gewaltigen Basis von 450 Millionen kommerziellen Nutzern liegt die Durchdringungsrate bei ernüchternden 3,3 Prozent.

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Gespaltene Expertenmeinungen

Nicht alle Marktbeobachter teilen die pessimistische Sichtweise. Morgan Stanley zählt die Aktie weiterhin zu den attraktiven Kaufkandidaten und sieht in der aktuellen Schwächephase eine Chance, da der Markt die langfristige Integrationskraft von KI in bestehende Software unterschätze.

Die jüngsten Quartalszahlen lieferten Argumente für beide Lager:
* Der Umsatz mit der Azure-Cloud stieg um starke 39 Prozent.
* Gleichzeitig explodierten die Kapitalausgaben (CAPEX) um 66 Prozent auf 37,5 Milliarden US-Dollar.

Diese Diskrepanz zwischen Kosten und Ertrag spiegelt sich auch im Chart wider: Die Aktie steht aktuell bei rund 409,85 US-Dollar und hat auf 30-Tage-Sicht gut 14 Prozent an Wert eingebüßt, was die Nervosität der Anleger unterstreicht.

Für Aktionäre bleibt das Verhältnis zwischen den enormen Investitionskosten und der tatsächlichen Monetarisierung der KI-Produkte der entscheidende Faktor. Kurzfristig bietet die anstehende Bardividende von 0,91 US-Dollar je Aktie (Ex-Tag: 19. Februar 2026) zumindest eine leichte Absicherung im volatilen Marktumfeld.

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