Siemens Energy zahlte am Freitag erstmals seit Jahren wieder eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie – möglich geworden durch die Rückzahlung staatlicher Garantien. Doch statt Entspannung sorgt die strategische Ausrichtung für Unruhe: Ein aktivistischer Investor fordert die Abspaltung der Windkrafttochter Gamesa, während deutsche Großinvestoren auf Zeit spielen.

Gamesa: Belastung oder Zukunftschance?

Im Zentrum der Debatte steht die Profitabilität. Während Siemens Energy für den Gesamtkonzern zweistellige Margen anstrebt, soll Gamesa bis 2028 lediglich 3 bis 5 Prozent erreichen. Der aktivistische Investor sieht darin einen klaren Fall für eine Trennung. Namhafte deutsche Anleger argumentieren dagegen: Ein überstürzter Verkauf könnte Wert vernichten, zumal die Windkraftsparte von den langfristig steigenden Investitionen in erneuerbare Energien profitieren dürfte.

Das Management hält vorerst am integrierten Modell fest und verweist auf operative Fortschritte.

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Die Geschäftszahlen sprechen für sich: Mit einem Rekordauftragsbestand von 146 Milliarden Euro und einem Auftragseingang von 17,6 Milliarden Euro allein im ersten Quartal verfügt der Konzern über eine solide Basis. Für das laufende Geschäftsjahr peilt Siemens Energy ein Umsatzplus von 11 bis 13 Prozent sowie eine Marge von 9 bis 11 Prozent vor Sondereffekten an.

Parallel dazu investiert das Unternehmen rund eine Milliarde US-Dollar in den Ausbau der Fertigungskapazitäten in den USA. Treiber ist die stark wachsende Stromnachfrage durch Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Zusätzlich plant Siemens Energy ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 6 Milliarden Euro bis 2028 – ein deutliches Signal des Vertrauens in die eigene Finanzkraft.

Die Aktie handelt aktuell bei 165 Euro und notiert damit nur knapp unter dem im Februar erreichten 52-Wochen-Hoch von 169,20 Euro. Ob die strategische Unsicherheit rund um Gamesa die positive Geschäftsentwicklung langfristig überlagert, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.

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