Siemens will die chinesische Industrie mit Künstlicher Intelligenz revolutionieren. Beim RXD Summit in Peking präsentierte der Technologiekonzern eine vertiefte Partnerschaft mit Alibaba und zahlreiche neue Produkte. Allerdings offenbarte Konzernchef Roland Busch am Rande der Veranstaltung eine strukturelle Hürde, die den großflächigen KI-Rollout im asiatischen Raum massiv ausbremsen könnte.

Cloud-Allianz trifft auf IP-Ängste

Gemeinsam mit Alibaba Cloud plant Siemens, seine Simulationssoftware künftig als flexiblen Cloud-Dienst in China anzubieten. Zudem prüfen die Unternehmen, wie Alibabas Qwen-Sprachmodelle direkt in die Software von Siemens integriert werden können. Das Ziel ist eine stärkere Automatisierung von Engineering-Prozessen. Siemens positioniert sich dabei auch als Ausrüster für die KI-Wirtschaft selbst und liefert spezielle Infrastruktur- und Schutztechnologien für riesige Rechenzentren.

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Die technische Basis für diese ambitionierten Pläne steht, die praktische Umsetzung hakt jedoch an einer entscheidenden Stelle. Für das Training der industriellen KI-Modelle benötigt Siemens reale Maschinen- und Produktionsdaten. Genau hier mauern viele chinesische Partner. Aus Sorge vor dem Abfluss geistigen Eigentums halten sie ihre Fabrikdaten strikt unter Verschluss. Obwohl die lokalen Gesetze den Datentransfer für industrielle Zwecke grundsätzlich zulassen, bleibt das Misstrauen der Fabrikbetreiber hoch. Ohne diese realen Datensätze lässt sich das volle Potenzial der KI-Anwendungen nur schwer ausschöpfen.

Blick auf den Chart und Ausblick

An der Börse sorgten die Nachrichten aus Peking nach einer Schwächephase für eine leichte Stabilisierung. Aktuell notiert das Papier bei 212,75 Euro. Mit einem Minus von 11,7 Prozent seit Jahresbeginn hinkt der Industriekonzern dem breiten Markt weiterhin hinterher.

Am 13. Mai 2026 legt Siemens die Zahlen für das zweite Quartal vor. Bis zu diesem Termin erwarten Investoren vom Management konkrete Lösungsansätze, wie die chinesischen Datenschutzhürden operativ überwunden werden sollen, um die ehrgeizigen KI-Ziele in Asien tatsächlich zu monetarisieren.

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