Siemens landet zusammen mit Stadler einen Großauftrag in Dänemark – und der hat es in sich. Die Dänischen Staatsbahnen (DSB) bestellen 226 vollautomatisierte S-Bahn-Züge für Kopenhagen, inklusive jahrzehntelanger Wartung. Entscheidend wird nun, wie stark sich dieser Langläufer in den kommenden Zahlen und im Ausblick wiederfindet.

Der Deal – und warum er zählt

Der Rahmenvertrag wurde am 6. Februar 2026 unterschrieben und hat ein Volumen von rund drei Milliarden Euro. Neben der festen Bestellung gibt es eine Option auf bis zu 100 zusätzliche Fahrzeuge.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Siemens?

Spannend ist vor allem der technologische Anspruch: Laut Siemens Mobility soll damit das weltweit größte „offene“ Bahnsystem mit vollautomatisiertem Betrieb entstehen (GoA4, also fahrerlos). Für DSB ist es nach eigener Aussage die größte Investition in der 90-jährigen Geschichte der Kopenhagener S-Bahn.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Auftragsvolumen: ca. 3 Mrd. Euro
- Bestellung: 226 Vier-Wagen-Züge (Option auf bis zu 100 weitere)
- Wartung: mindestens 30 Jahre durch Siemens
- Betrieb: vollautomatisch (GoA4)
- Zeitplan: erste Züge ab 2032, vollständige Auslieferung bis 2040

Wer liefert was – und was DSB damit vorhat

Siemens führt das Konsortium an und übernimmt zentrale Technikpakete – darunter elektrische Ausrüstung (Antrieb/Bremse), Bordstromversorgung, Steuerungs- und Fahrgastinformationssysteme sowie Drehgestelle. Stadler steuert Wagenkästen, Innenausstattung, Türen, Klimaanlagen und die Endmontage bei.

DSB verknüpft den Auftrag mit klaren Kapazitätszielen. Durch den Übergang zum vollautomatischen Betrieb soll der Takt im Kernnetz in der Hauptverkehrszeit auf 1,5 Minuten verdichtet werden. Erwartet werden bis zu 35% mehr Abfahrten auf mehreren Strecken – genug, um laut DSB Platz für rund zehn Millionen zusätzliche Fahrgäste pro Jahr zu schaffen. 2025 nutzten etwa 111 Millionen Passagiere die S-Bahn in Kopenhagen.

Der Fahrplan für die Umsetzung ist lang, aber konkret: Bis 2033 soll das 170 Kilometer lange Netz komplett automatisiert sein, die neuen Züge sollen ab 2032 starten.

Blick nach vorn: Zahlen am Donnerstag

Zeitlich fällt der Auftrag in eine wichtige Woche: Am 12. Februar veröffentlicht Siemens die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026, am selben Tag findet auch die Hauptversammlung statt.

An der Börse zeigt sich der Titel zuletzt stabil: Heute notiert die Siemens-Aktie bei 254,05 Euro und liegt damit leicht über dem 50-Tage-Durchschnitt von 249,50 Euro. Nach 12 Monaten steht ein Plus von 20,09% zu Buche – gleichzeitig bleibt der Kurs mit rund 11,78% Abstand unter dem 52‑Wochen‑Hoch ein gutes Stück unter dem Rekordniveau.

Am 12. Februar dürften daher nicht nur die Quartalszahlen zählen, sondern auch, wie Siemens den Kopenhagen-Auftrag im Kontext der weiteren Wachstumsfelder einordnet – und ob es zusätzliche Details zur Option, zur Marge oder zur langfristigen Service-Komponente gibt.

Siemens-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens-Analyse vom 09. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Siemens-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Siemens: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...