Der DAX-Konzern Siemens positioniert sich massiv im wachsenden Markt für amerikanische KI-Infrastruktur. Mit einer Investition von über 165 Millionen US-Dollar in neue US-Werke reagiert das Unternehmen auf den enormen Stromhunger moderner Rechenzentren. Der Schritt unterstreicht die Strategie, als zentraler Ausrüster vom globalen Technologiewandel zu profitieren.

Millionen-Investition in den Carolinas

Konkret fließen die Mittel in den Ausbau und Neubau von Produktionsstätten in North und South Carolina. Dort entstehen Anlagen für Niedrig- und Mittelspannungsprodukte, die als elektrische Basis für den schnellen Aufbau von KI-Fabriken dienen. Allein in Raleigh wird ein neues Werk für integrierte Stromversorgungslösungen hochgezogen, das die Installation vor Ort für Betreiber deutlich beschleunigen soll. Insgesamt entstehen durch die Expansion 350 neue Arbeitsplätze in der Region.

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Die Kapazitätserweiterung in den USA ist eine direkte Antwort auf die hohe Nachfrage nach datenzentrumsrelevanter Elektroausrüstung. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 kletterte der Auftragsbestand von Siemens auf ein Allzeithoch von 120 Milliarden Euro. Ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,12 belegt, dass die Bestellungen aktuell schneller eingehen, als sie abgearbeitet werden können.

Volle Auftragsbücher, verhaltener Kurs

An der Börse spiegelt sich diese fundamentale Dynamik derzeit nur bedingt wider. Am Dienstag schloss das Papier bei 219,85 Euro und verzeichnet damit seit Jahresanfang ein Minus von 8,74 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 261,55 Euro, das Mitte Januar erreicht wurde, beträgt mittlerweile knapp 16 Prozent. Der Markt scheint die langfristigen Infrastruktur-Investitionen momentan noch nicht vollständig einzupreisen.

Die aktuellen Bauprojekte fügen sich in eine übergeordnete US-Strategie ein, für die Siemens in den vergangenen Jahren bereits knapp 700 Millionen US-Dollar bereitgestellt hat. Um den wachsenden Fachkräftemangel in der Branche zu adressieren, flankiert das Unternehmen die Expansion zudem mit einer 9,25 Millionen US-Dollar schweren Ausbildungsinitiative. Gelingt die planmäßige Inbetriebnahme der neuen Werke in den Carolinas, sichert sich der Konzern eine dauerhaft starke Verhandlungsposition bei der Vergabe künftiger Großaufträge für amerikanische KI-Rechenzentren.

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