Die Ratingagentur Fitch hat heute das langfristige Ausfallrating (IDR) von Siemens mit „A+" bei stabilem Ausblick bestätigt. Damit zählt der Münchner Technologiekonzern weiterhin zu den solidesten Schuldnern im DAX. Die wichtigsten Gründe für die Bestätigung: das starke Geschäftsprofil und die zuletzt deutlich verbesserte Profitabilität. Doch es gibt einen Haken – Fitch zieht sich gleichzeitig komplett aus der Beobachtung von Siemens zurück.

Software-Offensive zahlt sich aus

Besonders lobt Fitch den strategischen Fokus auf Software. Durch Zukäufe wie die Übernahme von Altair baut Siemens seine margenstarken Software-Kapazitäten kontinuierlich aus. Diese Strategie zeigt sich auch in der Personalie: Ann Fairchild wurde zur interim President und CEO von Siemens USA ernannt. Sie führt dort die Geschäfte in Amerikas größtem Markt für Siemens mit rund 45.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 21,1 Milliarden Dollar.

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Fairchild, die bereits mehr als 25 Jahre bei Siemens tätig ist, betont in ihrer neuen Rolle die Bedeutung von Industrial AI: „Purpose ist der Kern unserer Technologieentwicklung und -anwendung". Zudem wurde sie jüngst in den Vorstand von Chief Executives for Corporate Purpose (CECP) berufen, einer einflussreichen Organisation mit über 200 führenden Unternehmen.

Healthineers-Entflechtung im Plan

Auch die geplante Entflechtung von Siemens Healthineers passt laut Fitch zur Strategie, sich auf hochprofitable Technologie-Sektoren zu konzentrieren. Der Konzern schärft damit sein Profil weiter in Richtung Software und Automatisierung – zwei Bereiche mit strukturell höheren Margen.

Interessant: Fitch wird die Ratings von Siemens künftig aus kommerziellen Gründen nicht mehr fortführen und keine analytischen Berichte mehr veröffentlichen. Dies bedeutet jedoch keine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit, sondern lediglich einen Rückzug der Agentur aus der Coverage. Für Investoren bleibt das bestätigte „A+"-Rating als letztes Signal von Fitch bestehen – ein solider Vertrauensbeweis für den Technologiekonzern.

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