Symrise zieht das Tempo beim Aktienrückkauf an – und setzt damit ein klares Signal in Richtung Kapitalstruktur und Ergebnis je Aktie. Gleichzeitig versucht der Konzern, mit Effizienzprogrammen und Portfolioarbeit die Marge weiter zu stabilisieren. Wie viel Substanz steckt hinter dieser Kombination aus Kapitalmaßnahme und operativen Fortschritten?

Rückkauf: Februar-Tranche im Fokus

In der vergangenen Handelswoche (16. bis 20. Februar 2026) kaufte Symrise 156.000 eigene Aktien über die Börse zurück. Das Volumen lag bei rund 11,7 Millionen Euro, der durchschnittliche Kaufpreis bei 75,09 Euro je Aktie. Seit dem Start des Programms am 2. Februar summiert sich der Rückkauf damit auf 471.143 Aktien.

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Der Rahmen ist deutlich größer: Bis spätestens Oktober 2026 will Symrise eigene Aktien im Wert von bis zu 400 Millionen Euro erwerben – vorgesehen sind bis zu zehn Prozent des Grundkapitals. Die eingezogenen Aktien sollen anschließend das registrierte Kapital senken und damit rechnerisch den Gewinn je Aktie der verbleibenden Aktionäre verdichten.

Am Markt kommt das zunächst freundlich an: Heute notiert die Symrise-Aktie bei 77,68 Euro (+2,51%). Auf 12-Monats-Sicht steht allerdings weiterhin ein Minus von 20,72% zu Buche.

Effizienz, Marge – und weniger Rechtsunsicherheit

Parallel zum Rückkauf läuft eine mehrjährige Transformation mit Fokus auf operative Effizienz und Portfolio-Optimierung. Symrise verweist auf messbare Ergebnisse: Die Bruttomarge stieg zuletzt um 250 Basispunkte. Für das abgelaufene Gesamtjahr meldete der Konzern ein EBITDA von 1,03 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 20,7%. Wachstumstreiber waren demnach vor allem feine Düfte, kosmetische Inhaltsstoffe und Anwendungen in der Tiernahrung.

Ein weiterer Punkt, der zuletzt für Entlastung sorgte: Im Februar 2026 wurde eine branchenweite Untersuchung des US-Justizministeriums (DOJ) formal eingestellt. Laut Mitteilung wurden keine rechtswidrigen Praktiken oder wettbewerbswidrigen Absprachen festgestellt – eine Unsicherheit, die über dem Sektor hing, ist damit vom Tisch.

Ziele bis Oktober – und ein neues Produkt

Für den weiteren Verlauf stellt Symrise ein organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7% in Aussicht. Bei der EBITDA-Marge peilt der Konzern 20 bis 23% an, kombiniert mit einem Free-Cashflow von rund 14% des Umsatzes.

Flankierend baut Symrise das Portfolio mit Spezialprodukten aus. Neu vorgestellt wurde „Dragosine FG“, ein biomimetisches Dipeptid auf Basis des Inhaltsstoffs L‑Carnosin, das in Kosmetikprodukten Schutz vor Umwelteinflüssen wie UV- und Blaulicht bieten und die körpereigene Kollagensynthese anregen soll.

Unterm Strich setzt Symrise damit gleichzeitig an zwei Hebeln an: Aktienzahl runter durch den Rückkauf – und operative Kennzahlen rauf durch Effizienz und Portfolioarbeit. Der nächste Fixpunkt bleibt der weitere Fortschritt des bis Oktober 2026 laufenden Rückkaufprogramms mit einem Gesamtvolumen von bis zu 400 Millionen Euro.

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