ServiceNow Aktie: Rückkauf im Fokus
ServiceNow setzt in einer schwierigen Phase für Softwarewerte auffällig klare Signale. Mehrere Top-Manager stoppen automatisierte Verkaufspläne, der CEO plant einen größeren Insiderkauf – und parallel startet das Unternehmen ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm. Was steckt hinter dieser geballten Kapitalmarkt-Offensive?
Insiderkäufe und Stopp der 10b5-1-Pläne
CEO Bill McDermott hat laut SEC-Meldung eine Vereinbarung unterzeichnet, am 27. Februar ServiceNow-Aktien im Wert von 3 Mio. US-Dollar zu kaufen. Der Termin ist dabei nicht zufällig: Es ist der frühestmögliche Zeitpunkt, an dem er ohne „Short-Swing“-Problematik nach Section 16 des Securities Exchange Act kaufen kann.
Zeitgleich beendeten mehrere Führungskräfte ihre 10b5-1-Trading-Pläne – also vorab festgelegte, automatisierte Handelsprogramme, die häufig für planmäßige Verkäufe genutzt werden. Genannt werden CFO Gina Mastantuono, Vice Chairman Nicholas Tzitzon, Chief People and AI Enablement Officer Jacqueline Canney sowie Special Counsel Russell Elmer. Damit entfällt kurzfristig ein Teil des potenziellen „Autopilot“-Verkaufsdrucks durch das Management.
5 Mrd. Dollar Rückkauf – und 2 Mrd. sofort
Auch der Verwaltungsrat hat eine neue Rückkauf-Ermächtigung über 5 Mrd. US-Dollar beschlossen. Entscheidend ist aber der zweite Teil: Laut Bericht wurde unmittelbar ein Accelerated Share Repurchase (ASR) über 2 Mrd. US-Dollar angestoßen. Ein ASR bedeutet, dass der Rückkauf nicht nur als Option in der Schublade liegt, sondern direkt umgesetzt wird – die Gesellschaft kauft also zeitnah auf dem aktuellen Kursniveau zurück.
Kursdruck im Sektor – operativ solide Zahlen
Die Aktie schloss zuletzt bei 107,81 US-Dollar und legte an dem Tag um 1,8% zu. Über die vergangenen zwölf Monate steht dennoch ein Minus von rund 46% zu Buche. Das wird im Kontext eines breiten Ausverkaufs im Softwaresegment gesehen, während der Tech-Sektor insgesamt im bisherigen Jahresverlauf laut Quelle um etwa 22% nachgab.
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Als Belastungsfaktor gilt die Sorge, dass KI-Agenten Büroarbeit stärker automatisieren und damit weniger Software-Lizenzen pro Mitarbeiter benötigt werden („Seat Compression“).
Operativ zeichnete das Unternehmen im vierten Quartal jedoch ein stabiles Bild: Der Subscription-Umsatz stieg um 21% gegenüber dem Vorjahr auf 3,47 Mrd. US-Dollar. Zudem lag die Free-Cashflow-Marge laut Auswertung bei 57%.
Institutionelles Signal und KI-Positionierung
Zusätzlichen Rückenwind liefert eine Positionsausweitung durch Renaissance Technologies: Der Hedgefonds erhöhte seinen Anteil laut 13F-Meldung um mehr als 400%.
Strategisch positioniert sich ServiceNow als „AI Control Tower“, also als Governance- und Steuerungsebene für Unternehmen, die autonome KI-Agenten einsetzen. Genannt werden zudem die Zukäufe Armis (7,75 Mrd. US-Dollar) und Moveworks (2,85 Mrd. US-Dollar) zur Unterstützung dieser Ausrichtung.
Am 27. Februar rückt damit ein konkreter Termin in den Fokus: Dann soll der angekündigte CEO-Kauf stattfinden – während das Unternehmen bereits über das 2-Mrd.-ASR aktiv eigene Aktien vom Markt nimmt.
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